Der letzte Gottesdienst am 08.11.20 war mein erster Gottesdienst, in dem ich Teil eines Lobpreisteams sein durfte. Kay hat Juri beauftragt, Menschen aus Stadtlicht, die Freude am Singen und Improvisieren haben oder ein Insturment spielen, in die Aufgaben und das Wesen einer Lobpreis-Band mit hinein zu nehmen. Nach zwei Freitagabendproben standen Chris, Edeltraud und ich zum ersten Mal mit Juri als Band vor einer Gemeinde. Versammelt haben wir uns dieses Mal in den Räumen von FEG Nord am Röbekamp in Dünne. Dort gab es technisches Equipment für die Musik. Das war sehr hilfreich. Ein herzliches Danke an alle, die diesen besonderen Gottesdienst möglich gemacht haben. Es war auch der erste Hybridgottesdienst. Den Ausdruck kannte ich noch nicht und ich habe mich aufklären lassen. Hybrid meint in diesem Fall, dass eine begrenzte Zahl an Teilnehmern vor Ort ist und der andere Teil zu Hause per youtube-stream dabei ist.

Wir starteten mit „Vater unser, der du bist im Himmel.“ Zuerst sprachen wir es als Gemeinde und anschließend sangen wir als Band die Version von Timo Langner. Es folgte „So groß ist der Herr.“ Nach der Moderation durch Kay und einem prophetischen Eindruck von Sandra, in dem es um das Feuer des Heiligen Geistes ging, das uns wärmt und „erleuchtet“, predigte Kay. Da ich mir dieses Mal keine Notizen gemacht habe, weil mich die neue Herausforderung des Singens vorrangig beschäftigte, gebe ich nur wieder, was mir im Herzen geblieben ist.

Wer bist du?

Kay benutzte zu Beginn folgendes Bild: „Stellt euch ein Schwein vor, wie es sich im Dreck so richtig suhlt. Das fühlt sich da wohl und später, wenn der Dreck getrocknet ist, wärmt diese Schicht auch noch etwas. Das ist sein Element.“ Dieses Bild hat sich in mir eingebrannt und ich kann darüber die Botschaft der restlichen Predigt abrufen. Es ging darum, dass wir bildhaft gesprochen, als Sünder uns wie ein Schwein im „Dreck“ wohlfühlten. Durch unsere Umkehr zu Jesus wurde uns unsere wahre Identität zugesprochen: Tochter oder Sohn Gottes vergleichbar einem Adler, um bei einem Tierbild zu bleiben. „Stellt euch nun vor, ihr seht irgendwann, wie ein Adler sich in einer Pfütze so richtig „suhlt“. Was würdet ihr denken? Was ist falsch mit ihm, zum Beispiel? Wir verhalten uns wie der Adler, wenn wir sündigen. Das wirkt auf Außenstehende seltsam, weil das ja gar nicht zu uns gehört.“ Ein Adler ist in seinem Element, wenn er fliegen kann. Er schaut mit Abstand auf die Dinge des Lebens, wird getragen von den Lüften. Der Adler ist ja auch ein Bild in der Bibel mit dem auf-Gott-Vertrauende verglichen werden. Sie erhalten Kraft von Gott, dass sie weiterfliegen können, wenn sie mal erschöpft sind. Gott sorgt für sie. Ich denke, das ist der Weg, um wieder das zu leben, was ich bin. Mich darauf besinnen. Dann lasse ich die Erde sein und fokussiere mich auf Jesus und darf sein und darf mich fallenlassen in die Thermik Gottes. Dazu gibt es auch eine wunderbare Predigtreihe von ICF München. Wenn jemand noch einmal tiefer einsteigen möchte in dieses Thema „Adler“.

Danke an „Klappe / 46 images“ auf Pixabay

Aber alle, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen, bekommen neue Kraft. Sie sind wie Adler, denen mächtige Schwingen wachsen. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und sind nicht erschöpft.

Jesaja 40, 31(HfA)

Nach der Predigt gab es einen weiteren Lobpreisteil. In der ersten Probe hatten wir vom Heiligen Geist den Impuls bekommen, dass Freude ein wichtiges Element ist und dass wir als Gemeinde davon noch mehr brauchen. Wir improvisierten frei über Freude und sprachen Gedanken Gottes dazu aus. Mir hatte ER am Samstag zuhause beim Üben folgende Bibelstelle aufs Herz gelegt, die ich in dieser Zeit von der Musik unterlegt vorlas:

„Dann wird dein Gott sich an dir freuen wie ein Bräutigam an seiner Braut. O Jerusalem, ich habe Wächter über deine Mauern gestellt, die fortdauernd bei Tag und Nacht nicht schweigen werden. Ihr, die ihr den Herrn an seine Zusagen erinnert, gönnt euch keine Ruhepause. Lasst dem Herrn keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder gegründet und auf der ganzen Welt zum Lobpreis gemacht hat. Der Herr hat bei seiner Rechten und bei seinem mächtigen Arm geschworen: „Nie mehr werde ich deinen Feinden dein Korn als Speise überlassen, nie mehr werden Fremde deinen Wein trinken, für den du gearbeitet hast. Diejenigen, die das Korn ernten, sollen es auch essen und den Herrn preisen. Und diejenigen, die den Wein gelesen haben, sollen ihn in den Vorhöfen des Tempels auch genießen.

Zieht ein! Kommt durch die Tore herein! Bahnt meinem Volk den Weg! Macht die Straße eben, macht sie eben! Schafft die Felsbrocken fort und hisst eine Fahne, die alle Völker sehen können. Der Herr hat es bis zum Ende der Erde wissen lassen: „Sagt doch zur Tochter Zion: ‚Seht, dein Retter kommt. Er bringt seinen Lohn mit und führt sein wieder erworbenes Volk vor sich her.‘ Man nennt es „heiliges Volk“ und „vom Herrn erlöstes Volk“ und dich werden sie „Stätte der Sehnsucht “ und „nicht mehr verlassene Stadt“ nennen.“

Jesaja 62, 5 (2. Teil) bis 12

Wir sangen „Bis ich dir gegenüber steh.“, „Dir, o Gott, gehört unser Lob.“ und zum Schluss das Segenslied „Der Herr segne dich“ in der Coverversion vom Augsburger Gebetshaus. Mit diesen Worten ende ich für heute: „ER ist für dich.“