Gebetsräume

Gebetsräume

Ich freue mich, wieder einen Blogbeitrag für Stadtlicht schreiben zu können. Ich las gerade, dass ich den letzten Beitrag Ende Januar geschrieben habe. Was ist passiert?

Voller Freude über den Schnee im Februar erfüllte ich mir den Wunsch, mal wieder zu rodeln. Dabei verunglückte ich und brach mir das rechte Sprunggelenk mehrfach. Meine Heilung dauert noch an, aber mittlerweile habe ich kaum noch Schmerzen, sodass ich wieder klar denken kann. Jeder von uns kennt diese Phasen des Lebens, in denen wir Schmerz, Kummer und Nicht-Verstehen ausgesetzt werden. Auch Jesus musste Schlimmstes erleiden. Heute ist Karfreitag. Zunächst schreibe ich über den aktuellen Gottesdienst.

Am 28.3.21 „versammelte“ sich Stadtlicht per Zoom zum Gottesdienst

Zu Beginn wurde ein weiterer Teil aus dem Buch „Wie bei Räubers“ per youtube vorgelesen. Tom, der kleine Räubersjunge bemerkt, dass er nicht mehr zittert, wenn er an die Räubers denkt und erkennt darin Heilung. In diesem Kapitel sind sie unterwegs zu Jenny, seiner Schwester. Als sie ankommen, finden der Königssohn und Tom sie in der Höhle. Die Räubers hatten sie zurückgelassen, weil sie einen verkrüppelten Rücken hat. Der Königssohn ermutigt Tom Jennys Rücken zu befehlen, sich zu strecken. Tom hat Zweifel und Furcht diesen Fluch zu brechen, aber der Königssohn sagt: „Ich bin es doch, der heilt.“ Tom spricht es aus und das Wunder geschieht. Als Jenny gerade steht, lässt sie sich aufs Pferd heben und sich in das Reich des Königs bringen. Der König freut sich über sie und nimmt sie in den Arm. Danach wird Jenny gebadet, mit neuem Gewand und der Krone versorgt. Tom ist glücklich.

Aus diesem Kapitel lassen sich eine Menge Parallelen zu unserer Autorität, die wir in Jesus haben, ziehen. Ich will das gar nicht ausführen, es ist selbsterklärend. Das liebe ich so an Kinderbüchern.

Die Kinder bastelten dann Eierbecher aus dem Material, das zuvor an die Haushalte mit Kindern verteilt wurde.

Lobpreis per youtube

Das Lied „Our god is able“ von Hillsong bekräftigt, wie viel Potential wir als Christen nutzen dürfen und sollen in IHM. Ein weiteres Lied aus dieser Lobpreiszeit liebe ich: „We raise a hallelujah“ von Bethel. In der deutschen Fassung heißt es an einer Stelle: „Der Tod ist entmachtet, der König regiert.“ Jawohl. Mir geht die englische Fassung leichter von den Lippen, aber dennoch ist die Kraft des Textes ja auch in Deutsch ungebrochen. Wir befinden uns in der Karwoche und lassen uns ein auf Jesu Sterben und feiern dann seine Auferstehung. Von Johannes Hartl gibt es einen wunderbaren Vortrag zu Jesu Leiden. Der Hörer wird plakativ mit hinein genommen und kann sich dem nicht entziehen nach dem Motto „Ja, ja, ist ja zum Glück vorbei und er ist ja auferstanden.“ Ja und vorher hat er unsäglich gelitten!

Gebetsgemeinschaft

Kay sagte zu Beginn „Wir geben Gott die Ehre. Lasst uns heute schauen, was Gott tut. Ich bin fest überzeugt, dass das Gute das Böse übersteigt. Nehmt uns mit hinein, in das, was ihr mit Gott erlebt habt in der letzten Zeit. Das ermutigt immer auch andere.“ Ich erzählte von einer wirklich kraftvollen Fürbittenzeit am Freitag für die Freundin meiner Freundin, die in Russland lebt und in großer Not war und Hilfe benötigte. Wir erlebten den Heiligen Geist. Er gab mir ein, was ich beten sollte und meine Freundin brauchte Jesu Frieden, um wieder schlafen zu können. Sie ist noch nicht Christin, aber immer intensiver mit ihm unterwegs. Was sie manchmal erzählt, erfreut mich zutiefst. Wir beteten auch als Gemeinde für diese Frau. Gestern erfuhr ich, dass die Freundin gerettet wurde und zuhause ist. Halleluja, groß ist unser Gott! Sie braucht trotzdem weiter Gebet, weil die Heimkehr nur die Spitze des Eisbergs ist. Sandra berichtete weiter, dass sie am Samstag bei mir und für meinen Fuß gebetet hatte. Sie hatte ihre Hände mit Abstand darüber gehalten und ich habe während ihres Gebets gespürt, dass sich etwas in meinem Fuß bewegt, heilende Kräfte. Das sind so Momente von Gewahrsein und Stille und Freude. Wir beteten noch für eine Freundin einer anderen Frau unserer Gemeinde, die stark angefochten wird, dass sie einen besonderen Schutz und Kraft in dieser Zeit erfährt. Nico ist dankbar für eine andere Wohnung und möchte niemals vergessen, dass Gott sein Versorger ist, auch wenn wir unseren Lebensunterhalt mit einem Gehalt durch eine Firma verdienen. Ich war dankbar für diese Erinnerung.

Herzlichen Dank an Myriams-Fotos auf Pixabay

Wir verbinden uns im Gebet und zünden Lichter an, die leuchten und die Dunkelheit vertreiben. Die Auferstehungskraft wirkt heute.

Predigt

Kay sprach über „echten“ Gottesdienst. In Jakobus steht, dass er darin bestehe, den Witwen und Waisen zu dienen. Was heißt das heute für uns? In Wort und Tat Menschen zur Seite stehen z. B.. Jemandem ermöglichen, Gottes Liebe zu begegnen ist auch eine Möglichkeit. Witwen und Waisen waren zu Jesu Zeiten echt in Not, weil nicht versorgt. Was können heute Nöte sein, auf die wir einwirken können? Fehlende Gemeinschaft ist durch Corona ein Thema und kann große Not in Form von Vereinsamung auslösen. Gott zeigt uns Menschen oder Situationen. Er weitet unsere Sicht. Im Anschluss folgte eine Gebetsgemeinschaft in sogenannten Breakout-Rooms. Die große Zoom-Gemeinschaft wird gleichmäßig aufgeteilt in kleine Gruppen für einen begrenzten Zeitraum und anschließend finden sich alle im großen Raum wieder. In diesen kleinen Gemeinschaften von zwei, drei Menschen wollten wir beten für Anwesende und für Menschen, die hart von Corona betroffen sind. Das war eine kraftvolle Zeit.

Abschluss

Die Eierbecher wurden präsentiert. Sehr kreative Exemplare sind dabei herausgekommen. Danach durften wir noch singen und tanzen zu „Und ich flieg, flieg, flieg wie ein Adler“, das per youtube eingespielt wurde und die Kinder in dem Video die Bewegungen vormachten. Ich freue mich schon, wenn ich wieder tanzen kann. Dann geht‘ s ab!

Von Karfreitag um 8:00 bis Ostersonntag um 9:00 gibt es wieder ein Gebetswochenende. Ich wäre gerne dabei, weil ich das als sehr intensive Zeit mit Gott erlebt habe und sicher bin, dass Segen fließt in die Gemeinden, in die Stadt, in unser Land und darüber hinaus und natürlich in unser persönliches Leben und Umfeld. Vielleicht klappt es ja doch an Unterarmgehstützen. Gepriesen sei unser Vater!!

Lasst uns spüren, was Ostern in seiner ganzen Tiefe für uns bedeutet, für dich und mich. Atme und lass dich fallen in dieses Erleben, das nachhaltig wirkt bis in diesen Augenblick. Gesegnet seist du! Gott möchte dir in die Augen schauen und du wirst dich darin erkennen und geliebt fühlen!