Am Sonntag, 09.05.2021, moderierte Thomas den Stadtlicht-Zoom-Gottesdienst. Er lud alle Teilnehmenden zu einem Perspektivwechsel ein in diesen unruhigen Zeiten. „Nehmt diesen Gottesdienst mit in eure ganz persönliche Situation hinein.“

Für die Kinder

Die Kinder hatten vorab wieder eine Basteltüte an die Haustür bekommen. Sie konnten nach der Fortsetzung der Punchinello-Geschichte von Max Lucado, gelesen dieses Mal von Sandra, ein Segelboot basteln aus Korken und Zahnstochern und Papier. Da es am Sonntag ja wirklich sommerlich warm war, haben sie vielleicht am Nachmittag gleich ausprobiert, wie ihr Boot schwimmt!?

In der Geschichte von den Wemmicks, von denen Punchinello einer ist, ging es dieses Mal darum, wie die Wemmicks versuchen, Anerkennung zu bekommen. Sie überbieten sich im Kauf von Schachteln und Bällen. Punchinello ist irgendwann so besessen von dieser Leidenschaft, dass er sogar sein Haus verkauft. Als die Wemmicks sich auch noch beweisen wollen, wer am höchsten ist und mit ihren Schachteln und Bällen einen Berg besteigen, verirrt sich Punchinello, weil er gar nicht geradeaus schauen kann. Als er stürzt, erkennt er, dass er auf dem Weg zu Elis Haus ist. Eli fragt ihn, warum er so gehandelt hat und Punchinello erkennt:

„Ich mag das Gefühl, das sie mir geben. Ich fühle mich wichtig.“ Daraufhin bittet Eli ihn zum Fenster. [Er ist nicht böse, was Punchinello schon mal beruhigt.] Sie beobachten die anderen. Eli fragt: „Sehen sie glücklich aus?“ „Nein.“ „Sehen Sie wichtig aus?“ „Nein.“ „Meinst du, ich habe die Wemmicks gemacht, um sich so zu benehmen?“ Punchinello schüttelt den Kopf. „Weißt du, was dich das gekostet hat?“

‚Du bist mein‘ von Max Lucado

Punchinello erkennt seine Verluste (Bücher, Haus, Zufriedenheit, Freude, Vertrauen)

„Du hast nicht darauf vertraut, dass ich dich glücklich mache. Du bist einmalig. Du bist mein. Ich liebe dich. Vergiss das nicht.“

s.o.

Ich liebe es, wie Lucado bildhaft beschreibt, wie es uns Menschen geht, wenn wir nicht die Stimme unseres Schöpfers in uns hören, die uns unaufhörlich Identität zuspricht. Dann suchen wir Ersatzbefriedigungen. Was ist es für ein schönes Gefühl, geliebt und angenommen zu sein von jemandem, der seine Meinung niemals ändern wird!

Lobpreiszeit

Nun wurde die Band gesegnet für ihren Dienst in der Lobpreiszeit. Ein Dank wurde ausgesprochen an die Techniker, die Musiker und Kay, die im Mevivo waren. Mich sprachen die Lieder dieses Mal nicht so an bis kurz vor Ende der Zeit. „Hier ist mein Herz, ich geb‘ es dir.“ Wow, ja, das tue ich noch einmal bewusst. „Mit dir will ich nach vorne geh‘ n.“ Das hatte ich gebraucht. Ganz zum Schluss noch: „Wir glauben fest, wir glauben fest, wir glauben fest, unser Vater ist Liebe.“ Ja, das glaube ich fest, weil ich es immer wieder erlebe. In diesem dreimaligen Wiederholen hatte es seine Wirkung in mir entfalten können.

Predigtteil mal anders

Kay sprach darüber, dass wir interaktiv miteinander unterwegs sein wollen statt in eine Konsumhaltung zu rutschen. Dazu fordere diese Zeit ganz besonders heraus. Im Grunde genommen, verließen wir ständig unsere Komfortzone und lebten als Gemeinde ‚out of the box‘. Aus diesem Grunde wollte er auch die Predigt dieses Mal so gestalten, nämlich interaktiv. Ich war gespannt. Er stellte viele Fragen.

„Wie würde die perfekte Gemeinde für dich aussehen?“ – „Warum hast du diese Ideen?“

„Was muss dafür passieren, dass wir und andere in Gemeinde glücklicher und lebensfroher werden?“ – „Wie hat Jesus Gemeinde gebaut?“

„Wo können wir Menschen begegnen?“ – „Was können wir tun, um Menschen in ihren Nöten zu begegnen?“

Kay Dreckschmidt, Pastor Stadtlicht

Wir bekamen jeweils Zeit zwischen den Fragen, um sie für uns zu beantworten. Wer wollte, konnte auch Antworten in den Chat schreiben. Meine Ideen zur perfekten Gemeinde sind eine Mischung aus der Sehnsucht nach Vertrautem und Neuem.

Jesu Gemeinde braucht eine Willkommenskultur, ein ehrliches Miteinander, kein Urteilen, eigene Urteile hinterfragen und Gottes Liebe dort hineinfließen lassen. Jesu hat Gemeinde gebaut, indem er die Menschen bedingungslos angenommen hat und er ging zu den Menschen, die am Rande der Gesellschaft standen. Er hat Gottes Willen und Ideen verkündet. Jesus heilte, sprach die Wahrheit aus; er erzählte in Gleichnissen/Kurzgeschichten, um die göttliche Botschaft in ihren Alltag zu bringen; Jesus suchte immer wieder die Ruhe und das Gespräch mit seinem Vater.

Aus dem Chat zu „Was brauchen Menschen in Bünde?“: Perspektive, Angenommensein, Begegnungen, Alltag entfliehen, Sinn, Erfülltsein, Freude-Erleben, Spaß.

Kay sagte, dass Gemeinde Menschen dort begegnen kann, wo Menschen eine Not haben oder ein Bedürfnis. Gemeinde habe auch den Auftrag, Fragen zu beantworten. Voraussetzungen für Begegnung: offen sein im Alltag und auf göttliche Impulse achten. Eine Not sei sicherlich finanzieller Art, eine andere, dass „einem die Decke auf den Kopf fällt“. Dem letzteren könne man durch Anbieten von Aktivitäten begegnen.

Impuls zum Abschluss

In den Gebetstreffen für Stadtlicht durfte der Heilige Geist die gedanklichen Grenzen der teilnehmenden Menschen sprengen, berichtete Kay, und welche Ideen daraus entstanden. Ich bin gespannt, wie Gott das durch uns möglich machen wird.

Ich danke Vicki Hamilton auf Pixabay

Auf der Suche nach einem Bild für diesen Blogbeitrag stieß ich auf dieses beeindruckende Foto. Ich fragte mich, wie es möglich ist, so eine Aufnahme zu bewerkstelligen. Mich haben Flugzeugträger schon immer fasziniert, aber dem Piloten in der Luft fast ins Gesicht sehen zu können, die Möglichkeit hatte ich noch nicht. Meine Empfindungen sind folgende bezogen auf diesen Beitrag: Wenn Menschen schon in der Lage sind, die Schwerkraft zu überwinden in dieser Art und Weise, zu wie viel mehr ist Gott in der Lage? Wenn wir uns ihm wirklich hingeben, zu wie viel mehr kann er uns gebrauchen, um seine Gemeinde zu bauen? Und noch etwas fiel mir auf: Auf der Wasseroberfläche sind die „Fahrlinien“ der Schiffe zu erkennen und sie stehen symmetrisch exakt zueinander. Faszinierend. Keine Schwankungen, ganz gerades Vorwärtsbewegen. Gott ist genauso: sein Plan steht fest und er führt ihn exakt aus. Wir entscheiden, ob wir dabei sind und ob wir erleben wollen, dass der Himmel über uns schon offen ist. Wir müssen ihn nicht mehr öffnen, dafür hat Gott schon gesorgt indem er seinen Sohn für uns hingab. „Du bist mein. Ich liebe dich. Vergiss das nicht.“ Der Himmel ist offen. Du hast den Pass, die Grenze immer wieder zu überqueren, indem du Jesus Christus annimmst als deinen Gott. Vertraust du, dass dich das umfassend glücklich macht?