Einen Blog für das „Stadtlicht“ Bünde, zu schreiben, begeistert mich. Die Idee wurde geboren aus der Frage, wie können wir als Gemeinde Gedanken aus der Predigt allen zugänglich machen und das auf eine lebendige Art.


An diesem Sonntag, 27.09.20, trafen wir uns bei Becks auf dem Hof. Dieser Hof hat eine besondere Bedeutung für Stadtlicht, weil die Muttergemeinde, FEG Nord, auf diesem Hof seine Gründungspapiere unterzeichnete.
Ich kam belastet wegen eines kurz zuvor stattfindenden Gesprächs, das ich mir anders gewünscht hätte. Unterwegs betete ich um Frieden in mein aufgewühltes Herz. Ich wurde immer ruhiger. Den Lobpreis gestalteten Kay und Thomas.


Still werden

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Es wird still. Gott ist hier. Wir beten an. Ich lasse mich in die Rhythmen und den Gesang fallen, bin dankbar, dass ich dabei sein darf und erlebe, als ich meine rechte Hand hebe zur Anbetung, wie es nach einigen Sekunden einen Gegendruck gegen meine Handinnenfläche gibt. Es dauert einen kurzen Moment bis ich begreife, das ist nicht der Wind, sondern Jesu Hand, die sich fest an meine schmiegt. Ich bin tief bewegt – Gänsehaut – und die Hand bleibt und in mir höre ich eine Stimme, die sagt: „Niemand kann dich aus meiner Hand reißen.“ Meine Augen sind geschlossen, in mir ist es warm und still. Alle äußeren Umstände sind verblasst. „We will experience the presence of God in the spirit of thankfulness.“ zitiere ich Pascal Itoua an dieser Stelle, der uns genau am gleichen Ort, nur im Garten des Beck’schen Hofs, in diese Wahrheit vor zwei Wochen mit hineinnahm. Kay hatte kurz zuvor gebetet: „Jesus, geh‘ durch die Reihen.“ Göttliche Wahrheiten sind erlebbar und zeitlos.
Nach dem Lobpreis gehen wir auf die Deele, mit Mundschutz natürlich, und setzen uns auf mitgebrachte Klappstühle. Ich bin völlig durchgefroren und als Thomas sagt, es sei so kalt, damit wir mehr beten für unsere Räume an der Herforder Straße – 🙂 – ging das in Resonanz mit meinem Wunsch. Ich wünsche mir sehr einen festen Raum für Gottesdienst und Gemeindeleben zu haben. Während des Lobpreises hatte ich schon dafür gebetet. Jetzt hier noch einmal ein Aufruf:

Lasst uns für unsere Räumlichkeiten an der Herforder Straße intensiver beten!

Prophetien

Thomas moderiert. Sandra hat ein Bild im Lobpreis erhalten. Sie hat mich gesehen mit einer leuchtenden Schreibfeder. Als sie innerlich fragt, warum eine Feder und nicht ein Stift? erhält sie die Antwort, die Feder symbolisiere Leichtigkeit und dass Gott mir die zuspricht ebenso wie die Zusage, dass über das Schreiben alles gut wird. Ich bin tief berührt. Ich werde gesehen von Jesus und fühle mich soo geliebt. Das sind die Momente, die ich so schätze in dieser Gemeinde: persönliche göttliche Zusagen für jeden; persönliches Erleben mit Gott, das öffentlich oder im kleinen Kreis geteilt wird; Hände auflegen und segnen. Gott darf wirken und er tut das!

Sandra berichtet von einem weiteren Bild: Heikes Bild von einem Riesenberg Geschenke, die nicht abgeholt wurden damals, wurde aktualisiert. Dieser Geschenkeberg lag vor der Deelentür und nun wurden die Geschenke abgeholt. Es gab auch Geschenke, die leuchteten. Wir dürfen die Augen schließen und da Jesu Schafe seine Stimme hören, auf Jesu Stimme lauschen, welches Geschenk denn für uns dabei ist. Für mich ist es die Begegnung aus der Lobpreiszeit. Wir heben die Hände, um das Geschenk in Empfang zu nehmen und auspacken werden wir es, indem wir die Wahrheit darin glauben und im Herzen bewegen.
Sandra erzählt von ihrem Erleben mit Pascals Prophetie vor zwei Wochen. Sie hat erlebt, dass dieser Mann Dinge ausgesprochen hat, die er nicht wissen konnte, was sie tief berührt hat. Der Heilige Geist weiß so viel, er weiß alles. Pascal sprach ihr die Gabe der Prophetie zu und sprach ihr Mut zu, in ihre Träume und Visionen weiter hineinzugehen.

Gesegnet

Das ist lebendiges Wirken Gottes, das mich begeistert. Julia wird anschließend gesegnet durch ihren Hauskreis. Sie verlässt die Gemeinde für vier Jahre, da sie in Marburg studieren wird. Die Studieninhalte werden Soziale Arbeit und Praktische Theologie sein. Klingt für mich mega-spannend. Nun kann sie eingebettet in den Segen der Gemeinde und Gottes in die neuen Aufgaben gehen.

Lebendiges Wort

Micha gestaltet heute den Predigtteil. „Gott, was hast du heute für uns?“ ist sein Einstieg. Er teilt mit uns Punkte, von denen er auf dem Herzen hat, das Gott sie in uns verändern möchte.
In einer Gemeinde können wir voneinander lernen und uns ermutigen. Das wird am Ende ein weiterer Punkt sein, den ich persönlich feiere. Gott wirkt durch einen jeden, jeder mit seinen Gaben, seiner Kreativität. Hier darf Kreativität leben. Wie lebendig ist das denn? Ich spüre, wie viel Freude es macht, seine Berufung zu leben und sie auch in einer Gemeinde einzubringen. Wie viel Verbundenheit es schafft, wie sehr das anspricht, wenn jemand etwas gut kann und anderen damit guttut. Fresh und unverstellt.
Nummer eins auf Michas Herzen ist, dass Gott in uns bewusst machen möchte, wie „mega-lost“ die Welt ist. Gott möchte, dass Seine Liebe die Menschen erreicht. Sein Wunsch ist, dass wir die Menschen um uns herum mit Seinen Augen sehen.

Micha erzählt von einer Frau in Bielefeld, die auf einer Brücke stand und er einem Impuls gefolgt ist, sie zu fragen, ob alles in Ordnung wäre? Dann sprudelten Wut, Trauer, Verzweiflung aus ihr heraus. Micha durfte für sie beten und Gottes Perspektive über ihr aussprechen und dann war eine Veränderung spürbar. Sie hatte wieder Hoffnung. Jesus wünscht sich, dass wir seinen Zachäus-Blick haben: mit Geist und Gott verbunden und dann die Menschen „von den Bäumen herunterholen“, meint, dass sie Begegnung haben mit Jesus durch uns. „Es ist ein Hunger nach Jesus da. Starte mit deinen fünf Broten und zwei Fischen. Gott gibt den Rest.“ Wir dürfen und sollten ehrlich sein vor Gott, wenn wir gerade nicht brennen. Dann braucht es unsere bewusste erneute Entscheidung „Jesus, zeig mir Menschen.“ „Befähige mich, Menschen in meinem persönlichen Feld in die Gemeinde hinein zu lieben.“

„Behüte dein Herz, denn dein Herz beeinflusst dein ganzes Leben.“

(NLB, Sprüche 4, 23)


Nummer zwei ist „Behüte dein Herz, denn dein Herz beeinflusst dein ganzes Leben.“ (NLB, Sprüche 4, 23)
Die Frage „Wie gehst du mit Enttäuschung um? Wirst du hartherzig?“ ist ein guter Wegweiser. Da hat Gott mich auf einem sensiblen Fuß erwischt. Gott hat großes Interesse daran, auf unser Herz aufzupassen und mein Job ist es, es zu hüten, indem ich mich immer wieder reflektiere mit Fragen. „Lässt du Sorgen zu oder gehst du damit zu Jesus?“ So habe ich es verstanden. „Bist du großzügig oder geizig?“ „Wie lebst du Beziehungen? Sind sie gesund und heil?“ Eine 75jährige Studie hat laut Micha ergeben, dass gute Beziehungen uns glücklicher und gesünder machen. Nichts anderes. Sehr interessant. Und auch die Beziehung zu Gott ist ein Nehmen und Geben.

Ganz spannend finde ich „Werde dir deiner selbst bewusst und bringe mir dein Herz mit allem und ich mache das für dich. Du musst um nichts kämpfen.“ Hammer! Also mal ganz praktisch: „Papa, ich bringe dir meine Enttäuschung und Hartherzigkeit. Ich bin gespannt, was du daraus machst.“ Ich muss weinen, weil erst im Schreiben, hier und jetzt, spüre ich, was Gott mir gestern sagen wollte. Es ist ja nicht zu spät. Ich werde berichten, was daraus geworden ist.
Micha führt zum Schluss noch David an. „David ist ein Mann nach dem Herzen Gottes. Saul hatte den gleichen Auftrag, nämlich König zu sein, aber er handelte oft aus Ungeduld.“ Das brachte ihn um die Erfahrung von Gottes Eingreifen. „Schau auf Gott, nicht auf das Problem.“ „David geht auch mit seinen Fehlern zu Gott. Er schiebt sie nicht auf andere.“ Uiii, ich muss mich an meine Nase fassen. „David bringt alles Gott, erfährt Vergebung. Das ist Beziehung zu IHM. Das bewahrt unser Herz!“

Segen für alle

In der anschließenden Ermutigungszeit in kleinen Gruppen berichten wir von unseren Erfahrungen und Ängsten und danken Gott und beten um Veränderung. Das ist persönlich und familiär und ermutigend! Niemand ist perfekt, aber Gott ist!!!

Halleluja!

von Ulrike Schwalbe