Diesen Gottesdienst am 22.08.2021 leitete Andreas ein mit den Worten, dass der Heilige Geist uns berühren wolle. Sein Schofar läge zuhause, weil der Heilige Geist ihn dieses Mal nicht daran erinnert habe, es einzupacken. Er sei immer wieder erstaunt, wie der Heilige Geist uns auf unterschiedliche Weise berühre und begegne in den Räumen der FEG Nord. Er kündigte an, dass unser Pastor Kay Stadtlicht in drei Monaten verlassen werde. Zum 01.12.21 starte er mit neuen Aufgaben. Kay hatte es den Mitgliedern auch schon persönlich gesagt. Andreas bat Kay auf die Bühne und fragte: „Was hat dich am meisten positiv berührt in den drei Jahren deiner Tätigkeit für Stadtlicht?“ – „Das ist der Hunger der Gemeinde gewesen und Jesus so wirken zu sehen, wie er es vor 2000 Jahren auf dieser Erde getan hat. In seinem Wirken als Mensch steckt unser Auftrag, heute durch ihn, die gleichen und sogar größere Dinge zu tun. Das war nie ein Diskussionsthema.“

Anbetungszeit

Andreas kündigte dann die Band zum Lobpreis an. Nach einem Applaus begannen sie mit „Miracles“ (von Jesus Culture). Mich hat „He’s reaching out to make me whole…“ und „The God who brings the dead to life“ dieses Mal sehr angesprochen. Ich sehne mich so danach, ganz vollständig und lebendig zu werden. In „Mein Gott ist größer“ (von Markus Muntean) heißt eine Stelle „Du kämpfst meine Kämpfe“. Ich hatte beim ersten Durchgang verstanden „Du kennst meine Kämpfe“, was ja eben so wahr ist. Auch das beides hat etwas in mir zum Klingen gebracht. „Ich weiß, du kämpfst meine Kämpfe…- größer als Tod und Gewalt (da dachte ich an das Weltgeschehen), größer als jeder Umstand (wie wahr), mein Gott ist der Größte“. Jaaaa! Es gab noch einen frei gestalteten Teil, in dem ich irgendwann mit eingestimmt habe in ein „Jesus, you were here. You are here.“ Dabei konnte ich mich hineinfallen lassen in das Spüren dieser Wahrheit.

Predigt

In seiner Predigt ließ Kay die letzten drei Jahre als Pastor Revue passieren: 2017 hatte er sich gefragt, ob es von der geistlichen Grundausrichtung mit der FEG passe. Das konnte er für sich bejahen, es war eine geistliche Einheit mit der FEG Bünde Nord, unserer „Schwestergemeinde“. 2018 fühlte er, dass Gott ihn da hineinführen möchte. Der Eindruck mehr zu geben als in der Gemeindearbeit zu bekommen, verstärkte sich mit der Zeit und er erkannte, es wäre gesund, da erstmal herauszutreten. Es sei nach wie vor sein Gefühl, dass Gemeinde gründen wichtig sei, nur für ihn an einem anderen Ort, vielleicht in seinem ursprünglichen Beruf als Sozialarbeiter. „Ich weiß auch, dass Gott einen Weg für Stadtlicht hat.“

Dann berichtete Kay von dem Treffen mit Günter Hess, das am vorigen Sonntag stattgefunden hatte. Dieser Mann betet schon seit zwanzig Jahren, dass Gemeinden aufstehen, Jüngerschaft zu leben. Das ist auch mein Herzenswunsch. Da ich nicht bei diesem Treffen dabei sein konnte, gehe ich hier nicht weiter darauf ein und fahre fort mit Kays Ausführungen zu folgender Bibelstelle:

„Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen und da die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist euer Herz.“

Matthäus 6. 19 – 21 (Lutherbibel 1912)

Kay erzählte von einem Mitbewohner, der ihn damals mehrfach bestohlen hatte,weil er auf eine kriminelle Bahn gekommen war. Hängt mein Herz an diesen Sachen oder vielleicht an den super angesagten Skischuhen, die im Keller auf den nächsten Ski-Urlaub warten und dann von Mäusen in der Zwischenzeit zerstört wurden? Ich dachte so, auf was kann i c h nicht verzichten? Nach der Kündigung dieses Mitbewohners fragte Kay beim Abschied „Darf ich für dich beten?“ Dieser stimmte dann etwas zögerlich zu. Kay legte die Hand auf seine Brust. In den Momenten des Gebets fiel die Maske des anderen und er weinte. Vielleicht, weil er zum ersten Mal spürte, dass er sein Herz an etwas Falsches gehängt hatte. Als er ging, hatte er sie wieder aufgesetzt. Kay sagte, die ganze Welt schreie nach Liebe. Liebe: Auf jeden Fall ein Schatz für die Ewigkeit. Dann sagte er einen Satz, der mich echt erreicht hat: „Ich lass alles los und ich schau dich einfach mal an, Jesus.“ Wir durften die Augen schließen und warten bis sich Jesus uns zeigt. Danach führte Kay uns in einen Perspektivwechsel. Er legte rechts von uns ein Handy hin, symbolisch für Schätze dieser Erde und forderte uns auf, innerlich zu sagen: „Ab heute drehe ich mich um, weg von den Schätzen auf der Erde und der Schöpfer spricht mir zu: Ich werde dich versorgen. Du musst es nicht allein tun.“ Meinen Blick wandte ich ab vom „irdischen Schatz“ hin zum Kreuz links im Raum. Dieser Prozess wurde untermalt von einem spontanen Gesang Nicos, in den Kay einstimmte. Herzensübergabe nochmal musikalisch. Great.

Anschließend segneten Andreas und ich Kay für die kommenden Wochen mit Klarheit und Weisheit und was der Heilige Geist uns so aufs Herz legte.

Schatzsuchen-Verlosung

Anschließend wurde die Verlosung durchgeführt. Fünf Kinder hatten an der Schatzsuche teilgenommen, die Stadtlicht organisiert hatte im Rahmen der Ferienspiele. Ziel war es, etwas Gutes für Familien der Stadt Bünde zu tun und ihnen etwas Abwechslung nach dem langen Lockdown zu bieten. Zu gewinnen waren Karten für den Heidepark. Alle, die teilgenommen hatten, waren begeistert von den verschiedenen Stationen. Also, Ziel erreicht. 🙂 Die Teilnahme hat schon gut getan. Hallelujah. Jana zog die Teilnahmekarte von Colin E. Ich gratuliere!

Meine Entscheidung

Ich entscheide mich, Schätze im Himmel zu sammeln. Jetzt neu. Was sind denn Schätze des Himmels? Liebe, Sanftmut, Geduld, Freundlichkeit, Güte, herzliches Erbarmen. …. Damit erfüllt sein, fühlt sich hier schon himmlisch an. Bestimmt!

Ich danke Gerd Altmann auf Pixabay