Wir erleben heute morgen eine intensive Zeit auf Becks Hof. Der einzige Gottesdienst im Dezember und der letzte für dieses Jahr. Die Jugendband aus der FeG Nord und Stadtlicht gestaltet eine wunderbare musikalische Reise in die Anbetung Gottes. Kay moderiert und predigt. Es gibt einen Jahresrückblick und Gebet. Hygieneregeln werden von Andreas noch einmal kundgetan: Maske auflassen bis man wieder im Auto sitzt.

Lobpreis

Chris verspricht als Leiter der Lobpreis-Band, dass sie für Gott richtig guten Lobpreis machen wollen. Bei dem Lied „Freude, die von innen kommt“ geht es richtig ab. Der Rhythmus und der knackige Text reißen nicht nur mich mit. Viele beginnen zu klatschen und meine Füße tanzen. Eigentlich würde ich gerne aufspringen und richtig tanzen, aber ich traue mich noch nicht. Ich wünsche mir sehr, dass das mal gehen wird. Hinter meinem Mundschutz ist ein breites Grinsen, so viel Freude empfinde ich. „Etwas in mir weiß, dass es dich gibt.“ singen wir begeistert mit. Dafür gibt es anschließend einen Applaus an die Band. Die frei improvisierte Zeit hat „Jesus errettet“ und seine Gnade im Mittelpunkt. Da kann jeder noch einmal mehr für sich ganz persönlich hineinspüren. Bei „Majestät“ und „wir verehren dich, denn niemand kommt dir gleich“ spüre ich SEINE Größe und das tut mir gut.

Gott spricht

„Gott, zeig‘ uns die Bereiche, in denen du nicht König bist. Geh durch die Reihen.“ Dann hat Kay das Bild, wie Gott durch unsere Reihen und die Wohnungen derer geht, die per Stream zugeschaltet sind. „Schau auf IHN. Wenn Gott dein Herz berührt, dann lass es einfach zu.“ -Stille.- „Danke, dass du alles im Griff hast. Dass es nicht darum geht, was wir wollen. Wir geben dir die Kontrolle. Führ uns dahin, wo wir etwas begreifen sollen.“

Zu Beginn der Predigt nimmt Kay Bezug auf die vorherige Predigt, in der er das Bild vom Schwein und vom Adler verwendete. „Wenn der Adler sich doch wieder im Dreck suhlt, hat das nicht seine Identität geändert.“ „Wir sind Heilige. Wenn wir trotzdem sündigen, haben wir vergessen, wer wir sind. Wenn wir doch transformiert sind, warum verhalten wir uns nicht gemäß der neuen Schöpfung?“

Warum nicht?

Kay erzählt eine Geschichte: Ein Kind wächst bei Räubern auf. Es gibt viele Machtkämpfe. Die Kinder schlagen sich auch ums Essen. Der Stärkere gewinnt. Bei Verstößen oder wenn der Papa schlechte Laune hat, wird es in eine Höhle gesperrt. Eines Tages kommt jemand und will dieses Kind auslösen. Der Mann bezahlt einen hohen Preis. Das alles erlebt das Kind mehr wie in Trance. Als es aufwacht, liegt es in einem großen Bett und ist liebevoll zugedeckt. Der Vater – der Mann, der das Kind ausgelöst hat – kommt in sein Zimmer. Das Kind erschrickt. Er trägt eine Krone und lädt das Kind liebevoll ein, an den Esstisch zu kommen. Die anderen Kinder dort haben auch alle eine Krone. Das „Räuberkind“ versteckt sich hinter einem Stuhl. Während die anderen essen, beobachtet es, dass es keinen Kampf gibt. Es ist genug zu essen auf dem Tisch. Als die Mahlzeit beendet ist, traut sich das Kind hervor und schlingt die Reste hinunter. Im Lauf der Zeit lernt es, dass es von einem König adoptiert wurde. Es muss begreifen, dass der König es einfach angenommen hat. Es musste und konnte nichts dafür tun. Im Moment der Adoption ist klar, ihm ist alles geschenkt.

Nun beginnt das Kind sich mehr und mehr so zu verhalten wie ein Königskind. Es muss Verantwortung übernehmen für das Geschenkte und lernen, was seine neue Identität ist. In dem Moment, in dem wir Jesus annehmen, bekommen wir eine neue Identität. Während ich das schreibe, kommen mir die Tränen, weil das auf mich ja auch zutrifft. Ich bin Gott so dankbar, dass ich Gottesdienst im Schreiben immer noch einmal intensiv erlebe und das, was er mir sagen will, mir zuspricht in dieser Zeit. All‘ das, was ich gestern nicht wahrnehmen konnte, weil ich mir Notizen während des Gottesdienstes mache, damit viele andere auch etwas von diesen „Kostbarkeiten“ Gottes haben können, lässt er mich in der schreibenden Zeit fühlen. Hallelujah!!

Weiter im Gottesdienst: Das Kind hat also eine neue Identität, ist aber auch geprägt von seiner Geschichte. Es hat in seiner Ursprungsfamilie einen Umgang mit Konflikten gelernt und bestimmte Bewertungen über das Leben. Wenn die nicht hilfreich sind für ein Königskind müssen die erneuert werden. Das ist ein Prozess.

Deshalb verhaltet euch nicht wie ängstliche Sklaven. Wir sind doch Kinder Gottes geworden und dürfen ihn „Abba, Vater“ rufen.

Römer 8, 15

„Eines Tages hat sich dir Gott vorgestellt. Du vergleichst ihn mit Vater und Mutter. Vielleicht dauert das an und vielleicht hast du ein Bild von Gott, das nicht liebevoll ist, möglicherweise brutal. Wir lernen unsere inneren Stimmen mit dem Heiligen Geist zu überprüfen. Er spricht leise:‘ Hej, ich bin dein liebender Vater.‘ Er ersetzt unsere Gedanken durch sein königliches Mindset.“ Mangel- und Angstgedanken sind Lügen. „Satan hat keine Autorität mehr. Die Autorität ist heute „Abba“. Ich darf heute hören, was mein „Papa“ denkt. Er macht mich frei davon, Menschen gefallen zu müssen. Wir sind auf dem Weg, zu lernen, was uns geschenkt ist, wer unser Papa ist und wer wir sind.“

Deshalb orientiert euch nicht am Verhalten und an den Gewohnheiten dieser Welt, sondern lasst euch von Gott durch Veränderung eurer Denkweise in neue Mensch verwandeln….

Römer 12, 2 (NLB)

„Wir sind geprägt von Maßstäben dieser Welt. Je mehr ich lerne, wer ich bin, desto mehr lache ich darüber. Und wenn ich wieder dieser Welt glaube, habe ich wieder Angst. Du musst das und das leisten, damit du geliebt bist. Die Welt ist so verdreht von Maßstäben. Was finden Menschen cool? Welche Bedürfnisse stecken dahinter? Wir suchen Menschen, die uns begeistern. Dahinter steckt der Schrei aus dem Bedürfnis zu Größerem berufen zu sein. Darum suchen Menschen nach Helden.“

Das Bedürfnis zu Größerem berufen zu sein, ist ja nicht falsch. Es ist nur pervertiert durch Satan. „Vater, du bist der Held, nach dem die Welt sucht.“

Wie findet die Erneuerung statt?

Bild von truthseeker08 auf Pixabay
  • Wenn du die Bibel liest. Wie ist Gottes Herz, das dahinter steht?
  • Dem Heiligen Geist gestatten, deine Gedanken zu identifizieren
  • Regelmäßige Dates mit Gott zuhause: Papa, was denkst du über mich? Hier darfst du du sein, niemand anderer.
  • Durch Zweierschaften, Kleingruppen, Gottesdienste
  • Lade Leute ein, zu erkennen, was Gottes Herz ist.

Wir haben nun Zeit, zu hören in der Stille, dass wir genug sind so wie wir sind und ein, zwei Gedanken Gottes für uns persönlich wahrzunehmen.

Zum Schluss

Sandra berichtet von einer Freundin, mit der sie vor Jahren gebetet hat und die heute erlebt, wie sich die göttlichen Zusagen erfüllen. Der Partner hat zu Jesus gefunden und betet in Autorität. Dies kann die Frau immer wieder spüren. Das hat mich persönlich sehr ermutigt, an dem dran zu bleiben, wofür ich schon Jahre bete.

Kay ermutigt uns, Gott zu fragen, ob er uns etwas aufs Herz legt, ob wir für Menschen oder Sachen beten sollen. „Kein Gebet wird überhört!“

Ich sehe ein Bild für die Gemeinde und berichte davon. Dann ist noch Zeit für persönliche Segnungs- und Heilungsgebete.

Die Essenz unseres Handelns

„Menschen sollen und dürfen in unserer Gemeinde Gottes Herz für sich und andere entdecken. Wir wollen eine himmlische Kultur erfahren, die nicht von dieser Welt ist und die uns transformiert.“

Mit diesen Worten verabschiede ich mich für heute und wünsche eine gesegnete Weihnachtszeit und einen gesunden Rutsch in das Jahr 2021!