Rückblick auf Wochenendfreizeit FeG Bünde-Süd (Stadtlicht) vom 15.- 17.03.2019

Es war eine wunderbare Zeit, die wir miteinander in der Flambacher Mühle in Clausthal-Cellerfeld im deutschen Mittelgebirge „Harz“ verbringen durften. Auch wenn der erhoffte Schnee zum Rodeln für die Kinder ausblieb, so kam trotz des Regenwetters keine lange Weile auf. Bereits auf der 2,5 stündigen Hinfahrt erlebte ich mit meiner Beifahrerin einen tiefgründigen Austausch über Glaubenserfahrungen mit Jesus.

Nachdem alle 40 Teilnehmer angekommen waren und ihre Zimmer bezogen hatten, gings dann am Freitagabend los mit einem gemeinsamen Essen. Es folgte ein origineller bunter Abend, den 3 Jugendliche vorbereitet hatten. In 6 kleinen Gruppen, gemischt aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die wettbewerbsmäßig gegeneinander antraten, hatten wir viel Spass und lernten uns näher kennen. Die Aufgaben lauteten zum Beispiel: welche Gruppe baut den höchsten Turm aus Kleidungsstücken, wer beschafft am schnellsten Materialien wie Sonnenbrille, Blume, Bibel…, wer stellt theathermäßig am besten eine Szene aus der Bibel dar wie Adam und Eva im Paradies oder die Kreuzigung. Nachdem die Kinder zu Bett gebracht waren, gabs für die Erwachsenen und Jugendlichen noch einen netten Tagesausklang bei Getränken und Knabbereien.

 

Samstag

Am Samstagmorgen gings dann nach dem Frühstück weiter mit Lobpreis, den ein Jugendlicher spontan übernommen hatte und einem geistlichen Input zum oben genannten Thema von unserm Pastor Kay Dreckschmidt und mir. Inspiriert hatte uns das Buch von Carl Medearis mit dem Titel „Von Jesus reden- Die Kunst des Nichtevangelisierens“, in dem der Autor auf originelle Weise  beschreibt, wie er spontane Begegnungen nutzt, um echt und unkompliziert, Nichtgläubigen von Jesus zu berichten. Wir griffen ein paar Gedanken aus dem Buch auf und fügten eigene hinzu. Wichtig dabei war uns, für Jesus zu begeistern, von ihm den Umgang mit Menschen zu erlernen und die Teilnehmer zu motivieren, selbst im Alltag in der Bereitschaft zu leben, von Jesus weiter zu sagen und auf Signale und „Schlüssel“ zu achten, die den Zugang zu anderen Menschen überhaupt möglich machen. Wir stellten fest, dass gerade auch Muslime daran interessiert sind, mehr über den Propheten Isa (Jesus) zu erfahren. Ich hatte das Gefühl, dass alle Teilnehmer voll bei der Sache waren und bin gespannt auf die Erfahrungen, die sie in der Zukunft machen werden.

Das gemeinsame Schlittenfahren mit den Kindern nach dem Mittagessen wurde ersetzt durch Bowlen, Besuche im Bergwerkmuseum und Wanderungen in der umliegenden wunderbaren Natur.

Nach dem Abendessen gings dann weiter mit Lobpreis und dem Thema Prophetie. Zwei Mitarbeiter aus der Gemeinde führten uns behutsam ein in die Thematik und ermutigten uns zu praktischen Übungen, um das Reden Gottes hören zu können. Das Nachtcafe mit intensiven Gesprächen endete an diesem Abend für einige erst in den Morgenstunden.

Sonntag

Der gemeinsame Gottesdienst am Sonntagmorgen nach 1.Kor. 14,26 ( jeder habe etwas…) war noch einmal ein besonderer Höhepunkt für alle. Ich selbst hatte noch nie so etwas erlebt und war erstaunt, wie sich alles entwickelte: wir saßen in einem großen Stuhlkreis, es gab Anbetung, Bibelverse, Lieder, Gedanken zum Thema Mission, plötzlich stellte jemand ein Kreuz in die Mitte, ein anderer baute mit Holzklötzen ein Herz darum… wobei jeder Klotz für eine Person stand. Verschiedene Leute veränderten das Bauwerk und stellten Mission plastisch dar. Es gab ein Sprachengebet mit dem Versuch einer Auslegung, eine 12-jährige begleitete uns auf ihrer Gitarre zu einem Anbetungslied…und alles endete mit dem Niederknien vor dem Kreuz und den Bauklötzen in der Mitte und einem Dankgebet aus tiefstem Herzen.

Mich selbst und auch viele andere Teilnehmer hat diese Freizeit innerlich tief berührt: es herrschte  während der gesamten Zeit eine große Einheit, es gab einfach nichts Negatives, jeder konnte sich mit seinen Gaben und Fähigkeiten einbringen und wird ernst genommen und kann sich weiter entwickeln…die Gegenwart Gottes war spürbar und alles fühlte sich so herzlich, authentisch und echt an. Ich werde die schöne Zeit und all die tiefgehenden Gespräche noch lange in meinem Herzen bewegen.

Danke Jesus, Danke Kay, Danke an alle Mitwirkenden und danke an unsere Sponsoren in den USA.

Bastel Bollmann