Entscheidung

Entscheidung

Diesen Gottesdienst am 22.08.2021 leitete Andreas ein mit den Worten, dass der Heilige Geist uns berühren wolle. Sein Schofar läge zuhause, weil der Heilige Geist ihn dieses Mal nicht daran erinnert habe, es einzupacken. Er sei immer wieder erstaunt, wie der Heilige Geist uns auf unterschiedliche Weise berühre und begegne in den Räumen der FEG Nord. Er kündigte an, dass unser Pastor Kay Stadtlicht in drei Monaten verlassen werde. Zum 01.12.21 starte er mit neuen Aufgaben. Kay hatte es den Mitgliedern auch schon persönlich gesagt. Andreas bat Kay auf die Bühne und fragte: „Was hat dich am meisten positiv berührt in den drei Jahren deiner Tätigkeit für Stadtlicht?“ – „Das ist der Hunger der Gemeinde gewesen und Jesus so wirken zu sehen, wie er es vor 2000 Jahren auf dieser Erde getan hat. In seinem Wirken als Mensch steckt unser Auftrag, heute durch ihn, die gleichen und sogar größere Dinge zu tun. Das war nie ein Diskussionsthema.“

Anbetungszeit

Andreas kündigte dann die Band zum Lobpreis an. Nach einem Applaus begannen sie mit „Miracles“ (von Jesus Culture). Mich hat „He’s reaching out to make me whole…“ und „The God who brings the dead to life“ dieses Mal sehr angesprochen. Ich sehne mich so danach, ganz vollständig und lebendig zu werden. In „Mein Gott ist größer“ (von Markus Muntean) heißt eine Stelle „Du kämpfst meine Kämpfe“. Ich hatte beim ersten Durchgang verstanden „Du kennst meine Kämpfe“, was ja eben so wahr ist. Auch das beides hat etwas in mir zum Klingen gebracht. „Ich weiß, du kämpfst meine Kämpfe…- größer als Tod und Gewalt (da dachte ich an das Weltgeschehen), größer als jeder Umstand (wie wahr), mein Gott ist der Größte“. Jaaaa! Es gab noch einen frei gestalteten Teil, in dem ich irgendwann mit eingestimmt habe in ein „Jesus, you were here. You are here.“ Dabei konnte ich mich hineinfallen lassen in das Spüren dieser Wahrheit.

Predigt

In seiner Predigt ließ Kay die letzten drei Jahre als Pastor Revue passieren: 2017 hatte er sich gefragt, ob es von der geistlichen Grundausrichtung mit der FEG passe. Das konnte er für sich bejahen, es war eine geistliche Einheit mit der FEG Bünde Nord, unserer „Schwestergemeinde“. 2018 fühlte er, dass Gott ihn da hineinführen möchte. Der Eindruck mehr zu geben als in der Gemeindearbeit zu bekommen, verstärkte sich mit der Zeit und er erkannte, es wäre gesund, da erstmal herauszutreten. Es sei nach wie vor sein Gefühl, dass Gemeinde gründen wichtig sei, nur für ihn an einem anderen Ort, vielleicht in seinem ursprünglichen Beruf als Sozialarbeiter. „Ich weiß auch, dass Gott einen Weg für Stadtlicht hat.“

Dann berichtete Kay von dem Treffen mit Günter Hess, das am vorigen Sonntag stattgefunden hatte. Dieser Mann betet schon seit zwanzig Jahren, dass Gemeinden aufstehen, Jüngerschaft zu leben. Das ist auch mein Herzenswunsch. Da ich nicht bei diesem Treffen dabei sein konnte, gehe ich hier nicht weiter darauf ein und fahre fort mit Kays Ausführungen zu folgender Bibelstelle:

„Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen und da die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist euer Herz.“

Matthäus 6. 19 – 21 (Lutherbibel 1912)

Kay erzählte von einem Mitbewohner, der ihn damals mehrfach bestohlen hatte,weil er auf eine kriminelle Bahn gekommen war. Hängt mein Herz an diesen Sachen oder vielleicht an den super angesagten Skischuhen, die im Keller auf den nächsten Ski-Urlaub warten und dann von Mäusen in der Zwischenzeit zerstört wurden? Ich dachte so, auf was kann i c h nicht verzichten? Nach der Kündigung dieses Mitbewohners fragte Kay beim Abschied „Darf ich für dich beten?“ Dieser stimmte dann etwas zögerlich zu. Kay legte die Hand auf seine Brust. In den Momenten des Gebets fiel die Maske des anderen und er weinte. Vielleicht, weil er zum ersten Mal spürte, dass er sein Herz an etwas Falsches gehängt hatte. Als er ging, hatte er sie wieder aufgesetzt. Kay sagte, die ganze Welt schreie nach Liebe. Liebe: Auf jeden Fall ein Schatz für die Ewigkeit. Dann sagte er einen Satz, der mich echt erreicht hat: „Ich lass alles los und ich schau dich einfach mal an, Jesus.“ Wir durften die Augen schließen und warten bis sich Jesus uns zeigt. Danach führte Kay uns in einen Perspektivwechsel. Er legte rechts von uns ein Handy hin, symbolisch für Schätze dieser Erde und forderte uns auf, innerlich zu sagen: „Ab heute drehe ich mich um, weg von den Schätzen auf der Erde und der Schöpfer spricht mir zu: Ich werde dich versorgen. Du musst es nicht allein tun.“ Meinen Blick wandte ich ab vom „irdischen Schatz“ hin zum Kreuz links im Raum. Dieser Prozess wurde untermalt von einem spontanen Gesang Nicos, in den Kay einstimmte. Herzensübergabe nochmal musikalisch. Great.

Anschließend segneten Andreas und ich Kay für die kommenden Wochen mit Klarheit und Weisheit und was der Heilige Geist uns so aufs Herz legte.

Schatzsuchen-Verlosung

Anschließend wurde die Verlosung durchgeführt. Fünf Kinder hatten an der Schatzsuche teilgenommen, die Stadtlicht organisiert hatte im Rahmen der Ferienspiele. Ziel war es, etwas Gutes für Familien der Stadt Bünde zu tun und ihnen etwas Abwechslung nach dem langen Lockdown zu bieten. Zu gewinnen waren Karten für den Heidepark. Alle, die teilgenommen hatten, waren begeistert von den verschiedenen Stationen. Also, Ziel erreicht. 🙂 Die Teilnahme hat schon gut getan. Hallelujah. Jana zog die Teilnahmekarte von Colin E. Ich gratuliere!

Meine Entscheidung

Ich entscheide mich, Schätze im Himmel zu sammeln. Jetzt neu. Was sind denn Schätze des Himmels? Liebe, Sanftmut, Geduld, Freundlichkeit, Güte, herzliches Erbarmen. …. Damit erfüllt sein, fühlt sich hier schon himmlisch an. Bestimmt!

Ich danke Gerd Altmann auf Pixabay

Was ist deine Sackgasse?

Was ist deine Sackgasse?

Andreas leitete den Gottesdienst ein mit der Erinnerung, dass „Stadtlicht“ in Bastels Garten schon viel erlebt habe, eben auch Göttliches. Das ließ mich aufhorchen an diesem Sonntag, dem 27.6.21. Die Sonne stand am wolkenlosen blauen Sommerhimmel und die Bäume im Garten spendeten willkommenen Schatten. Es war äußerlich und innerlich warm. Andreas erinnerte daran, dass wir Gott von ganzem Herzen lieben dürfen und mit ganzem Verstand. „Gott ist groß, hat alles in seiner Hand und liebt dich und mich.“ Dann bat er um Applaus für die Band, die sich schon früh aufgemacht hatte, um die Technik aufzubauen und sich auf den Gottesdienst vorzubereiten.

Ermutigen

Sandra gab noch einen Input, wie wir uns gegenseitig ermutigen können. Sie bat uns, während der Lobpreiszeit auf den Heiligen Geist zu hören, ob er etwas für jemanden dort im Garten hätte. Der Heilige Geist wohne in denen, die an Jesus glauben. Für sich selber Gottes Stimme zu hören, sei häufig schwieriger als für andere. Gott rede durch Gedanken zu uns oder er schicke jemanden, der uns etwas sagt aus Seinem Geist. Es brauche Mut zu jemandem zu gehen, weil hundertprozentige Sicherheit gebe es nicht. Es bleibe Glauben. Sie habe schon oft erlebt, dass Gott berürhren könne, weil er ja wisse, was der andere braucht. So ging ich erwartungsvoll in die Lobpreiszeit.

Ich konnte mich auf die Lieder dieses Mal nicht so einlassen. Vielleicht weil sie mir teilweise fremd waren, weil die Umgebung eine neue war und weil ich auf den Heiligen Geist hören wollte. Dazu musste ich die Augen erstmal geöffnet lassen, damit mir der Heilige Geist jemanden zeigen konnte. Tatsächlich hatte ich bald eine Person auf dem Herzen, aber keinen Text, den ich hätte sagen können. Ich blieb einfach offen.

Wer ist dein Problemlöser?

Im Gebet für Kay dankte Andreas Gott, dass der Heilige Geist nicht an Raum und Zeit gebunden sei. Kay begann seine Predigt mit den Worten „Gott meint es gut mit dir. Er sitzt nicht da oben im Himmel und es interessiert ihn nicht, wie es dir geht. Doch, es interessiert ihn. Was denkt Gott über dich? Das ist uns so wichtig. Wir müssen täglich hören, was Gott über uns sagt. Über die Bibel ist eine Möglichkeit, besonders durch das Johannesevangelium. Mit unserem menschlichen Verstand können wir es nicht verstehen, aber der Heilige Geist übersetzt.“ Im Gottesdienst hätten wir darüber hinaus eine gute Übungsfläche, Gott zu hören. „Ich versuche oft noch Probleme selber zu lösen anstatt Gott zu sagen, ich habe das und das Problem. Schick mir Menschen, oder hilf mir auf andere Art. Gott ist Profi im Problemlösen und im Freude geben, auch wenn uns gerade nicht danach zumute ist. Er ist auch Profi im Frieden geben.“

Kay bat seine Frau Azzizah ein Kapitel aus dem Buch, an dem sie schreibt, vorzulesen. Es gehe immer darum, dass wir hungrig werden. Sie begann mit „Jesus, einfach nur Jesus.“ Wow, dachte ich, das berührt etwas in mir. Azzizah las weiter, dass sie sich nicht mehr Christin nenne, weil sie die Ansprüche einer christlichen Vereinigung nicht erfüllt habe. Sie sehe Glaube als Beziehung mit Gott. Das ist nichts, was ihr abgesprochen werden könne.

Scheinbare Sackgasse

Es gab eine Zeit in ihrem Leben, da war sie lebensmüde und hochschwanger. „Ich brauchte etwas, das mich am Leben festhielt. Ich konnte nicht schlafen. Ich fand im Flur keine Zeitschrift. Zurück im Zimmer fand ich das Neue Testament. Mein Ziel war einzuschlafen.“ Der Stammbaum zu Beginn des Neuen Testaments weckte etwas in ihr auf, dann spürte sie ein Zischen. „Irgendwer hatte mir einen brennenden Pfeil ins Herz geschossen, der alles verbrannte, was mir weh getan hatte. Ich hörte eine Stimme, die mir vertraut war. Ich hörte Antworten auf eine Frage, die ich ins Universum geschrien hatte in der letzten Nacht. ‚Azzizah, Jesus ist, was ich von dir will.‘ Es brannte stärker. Auf einmal war es, als würde ich am ganzen Leib brennen. Es war ein kontrolliertes Feuer, das wusste, was es verbrannte. Ich sah mich dann als neugeborenes Baby in den den Armen Gottes. Ich fühlte mich so geliebt. Ich wusste nicht, wie es sich anfühlt, geliebt zu werden. Es war eine geistliche Nacht. Ich begriff, dass ich auch aus Geist bestand.“ Sie las in der Bibel die ganze Nacht. „Warum wollte Gott Jesus von mir? Ich hatte den Grund, um weiterzuleben.“ Azzizah möchte Reich Gottes bauen, Menschen lieben wie er. „Gott hat in der Nacht nur Liebe in mich gesprochen, nichts gefordert.“ Diese Liebe war für mich spürbar.

„Jesus, einfach nur Jesus“

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes….“ Matthäus 6, 33 (Lutherbibel): Diese Bibelstelle schreibt Gott immer wieder in mein Herz seit dem letzten Gottesdienst (s. Blogbeitrag ‚Begegnung‘). Kay stellte noch ein paar Fragen, die sich jeder beantworten kann: Was ist Wahrheit? Vermisst du mehr Leben? Wo suchst du die Antworten? Steckst du in einer Sackgasse?

Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen.

Johannes 14, 6 (HFA)
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Er inspirierte uns, Gott zu fragen: Was ist dein Blick auf mein Problem? Was ist Leben? Was soll ich mit meinem Leben machen? Und ein Lesetipp war Johannes 15, weil es Jesus vorstellt.

Andreas beendete den Gottesdienst und sagte, falls jemand eine Person auf dem Herzen habe, aber nicht wisse, was er ihr sagen solle, dann sei seine Erfahrung, einfach hinzugehen und darauf zu vertrauen, dass der Heilige Geist dann das erwecken würde, was die Person brauche. Das tat ich und tatsächlich konnte ich der Frau etwas sagen, das mir auf dem Weg zu ihr in die Gedanken kam. Nach ein paar schönen abschließenden Gesprächen verließ ich Bastels Garten mit Freude, die von innen kommt und nur Gott schenken kann.

Was ist deine Sackgasse, aus der Jesus dich befreien möchte?

Begegnung

Begegnung

Am Sonntag, den 13.06.21, war es wieder möglich einen Gartengottesdienst zu feiern. Familie Tödtmann hatte ihren Garten zur Verfügung gestellt. Chris und ein Teil der Band waren vor Ort und Thomas moderierte. Für die Predigt war Roman aus Minden, der auch Mitglied im A30-Netzwerk ist, und Pastor einer eigenen freikirchlichen Gemeinde ist, eingeladen.

Ein Garten voller Liebe

Meine Vorfreude auf diesen Gottesdienst war groß. Die Möglichkeit, alle live zu sehen, ihnen in die Augen schauen zu können und wieder singen zu dürfen in Gemeinschaft, war toll. Garten, Sonnenschein, Gäste, persönliche Begegnung; Kinder, die miteinander frei spielen, Predigt über das Herz Gottes und Live-Musik. Was braucht es mehr für einen Sonntagmorgen im Juni? Gekrönt wurde diese „Veranstaltung“ mit einer Gulaschsuppe von Reinald und Baguette. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön für diese gebende Hand.

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Wunderbarer Herzensöffner

Als die Band startete mit „Man of sorrows“ hat mich die Melodie zu dem Text tief bewegt. Ich konnte kurz nicht mitsingen. Musik ist etwas Wunderbares aus dem Herzen Gottes. Sie berührt immer wieder Bereiche in uns, die der Verstand nicht erreicht. Heilsam, einfach heilsam. In der Bridge des oben genannten Liedes erklang „Now my debt is paid.“ In mir war ein Hallelujah, aber sowas von! Es folgte „Ist es nicht wunderbar, an diesem Tag zu sein? Es ist ein Privileg, erachte es nicht als klein. ……. tut der Herr heute noch Wunder, Stunde um Stunde, Tag für Tag…… „- Ein Wunder brauchte ich.- „Was wird dein Wunder sein? Keins ist zu groß, zu klein. Lebe dein Leben mit Perspektive Ewigkeit.“ Wow! Und ich sollte mein Wunder erleben. Zum Abschluss gab es ein Lob an die Musiker für ihre tolle Musik und ihren Einsatz für die Gemeinde.

Gottes Reich

Roman wurde zur Einleitung in den Predigtteil gefragt, was für ihn als Leiter seiner jungen Gemeinde die größte Herausforderung sei. Er antwortete, dass es sei, Gemeinschaft zu leben, zu ermutigen ohne sich persönlich zu treffen. Er leitete die Predigt ein mit der Frage: „Wie kommen wir dahin, uns keine Sorgen zu machen?“

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“

Matthäus 6, 33 (Lutherbibel 2017)

Was meint „trachten“? Roman sagte, dass das Reich Gottes immer unser Ziel sein soll, wir immer danach streben sollen. „Jesus redete ständig davon. Was ist denn das Reich Gottes? Es ist Liebe, Frieden, nur ein König und alle anderen sind Diener.“ Oft schauen wir wohl nach eigenen Reichen: Jemand hat uns nicht begrüßt z. B. und wir verurteilen sein Handeln. Sich dann zu fragen, wie denkt Gott? Was ist seine Gerechtigkeit? Wie wissen wir, was gerecht ist? Wenn wir wissen, was Gott will, wissen wir, was gerecht ist. Jesus sagte, dass wir uns nicht um morgen sorgen sollen, sondern uns heute in das Reich Gottes investieren dürfen. Es nützte damals nichts, die Thora auswendig zu können und es nützt heute nichts die Gesetze zu befolgen. Pharisäer hatten ihre eigene Gerechtigkeit, wollten das Ansehen ihrer Person. Ich ergänze mal, dass wir uns auch heute darin wiederfinden. Ich zumindest. Sondern es geht darum:

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und mit deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.“

Lukas 10, 27

Wenn wir danach leben, wird uns alles andere zuteil, was wir für unser persönliches Leben benötigen. Roman erzählte ein Beispiel aus seinem Leben. Er wuchs in Kasachstan auf und seine Familie hatte wenig Geld. Sie waren darauf angewiesen, Gott zu vertrauen. Der Vater war Pastor im Vollzeit-Dienst und konnte nicht zusätzlich eine Arbeitsstelle annehmen. Die Kinder fragten eines Sonntags ihre Mutter: „Können wir mal Fleisch kaufen? Wir haben so einen Hunger auf Fleisch.“ Die Mutter antwortete, dass sie kein Geld hätten, aber dass sie doch beten könnten und dann in den Gottesdienst gehen. Nach dem Gottesdienst hing an dem Türgriff der Haustür seiner Familie eine schwere Tüte. Darin war eine Gans, gerupft und soweit bearbeitet, dass sie nur noch zubereitet werden musste.

„Denkt nicht an morgen. Denkt, wie kann ich meine Familie, meine Arbeitskollegen etc. lieben? Wenn wir uns nicht investieren, müssen wir uns richtig anstrengen, aber wenn wir zuerst an Gottes Willlen denken, wird Gott auch an uns denken. Es ist sein Versprechen!!“ „Denkt: Egal, ich brauche das, aber das, was ich habe, gebe ich den anderen. Jeder ist für den anderen da.“ Und dann kam mein Wunder.

Wunder geschehen

Roman sagte zum Schluss seiner Predigt: „Ich werde jetzt noch beten. Gott weiß, was dich belastet. Vielleicht ist deine Situation ausweglos. Wenn du dich entscheidest, zu lieben, wird Gott das klären. Ich verspreche es! Du kannst nachher noch mit einem von uns beten und deine Situation vor Gott bringen und sagen „Ich will mich in dein Reich investieren. Bitte hilf du mir.“ Das habe ich getan und fühlte mich anschließend befreit und zuversichtlich.

Damaris erzählte nach dem Gebet von Gottes Sprechen in ihr Leben bei einem Kleingruppentreffen. Es geschah Heilung durch Sprachengebet, das in ihr freigesetzt wurde.

Die Gemeinschaft beim Gulaschsuppe-essen rundete diese Zeit ab. Es waren auch Menschen gekommen, die persönlich eingeladen worden waren und dieser Einladung folgten. Jesus ist Sieger und wirkt übernatürlich. Er lässt sich finden, wenn du ihn suchst. Versprochen!

Pfingsten

Pfingsten

Kay leitete den Zoom-Gottesdienst am 23.05.21 und erzählte, dass Jesus drei Jahre gelehrt hatte, als er seinen Jüngern sagte: „Ich bin bald nicht mehr da, aber ich sende euch jemanden, der dann an meiner Stelle bei euch sein wird.“ Kay bat uns, sich vorzustellen, dass er sagt: „Ich gehe bald aus der Gemeinde, aber ich sende euch einen Beistand. An was denkt man da? Wahrscheinlich an eine Person. Wir feiern heute diesen Beistand nach mehr als 2000 Jahren. Die Jünger wurden auf die Reise geschickt und mussten warten. Als der Heilige Geist herunterfiel, war das ein sichtbares Ereignis und es brauste; die gesamte Umgebung wurde darauf aufmerksam. Ich wünsche dir, dass deine ganze Nachbarschaft das mitbekommt, genau da, wo du gerade bist.“ Dann betete Kay: „Heiliger Geist, lass jedes Bild von dir, das nicht der Realität entspricht, gehen. Wir konfrontieren unsere Bilder mit dir. Offenbare uns, wer du bist und führe uns in deine Wahrheit.“

The God of Miracles

Den Lobpreis leitete Thomas. Er wurde übertragen aus dem MeVivo. „Lasst uns Gott im Lobpreis die Ehre geben. Wir hatten eben schon Gänsehaut in der Probe. Bühne frei für unsere coole Band.“ Ich lasse euch teilhaben an dem, welche Textstellen mich berührten. ‚As your glory fills this place, you alone deserve our praise. You ‚re the name above all names, worthy ist your name, Jesus.“ Manches Mal berühren mich die Inhalte in Englisch nochmal auf eine andere Art und Weise, weil die Sprache für mich plastischer ist. So erging es mir mit diesem Zitat. Das Lied ‚Zehntausend Gründe‘ war dieses Mal auch mit dabei und ich sang laut mit: „Von deiner Güte will ich immer singen, zehntausend Gründe gibst du mir dafür.“ Ja. Gott hat eine Sache für mich wunderbar hinausgeführt, bei der ich völlig machtlos war und ich bin dankbar und juble, weil es ein Wunder ist, dass ich dort aus dem Vertrag entlassen wurde. Das ist e i n Grund von zehntausend. :)) Folgende Stelle hat mich zu Tränen gerührt ‚ Before I took a breath you breathed your life in me.‘ – ‚ When I felt no worth, you paid it all for me.‘ – ‚Oh, the overwhelming, neverending reckless love of God.‘ ‚Reckless‘ wird übersetzt mit ‚leichtsinnig, gewagt‘. Stimmt. Gott hat viel gewagt, um uns freizukaufen von Wertlosigkeit und allem, wodurch die Sünde uns verändert hat. Ich finde das ‚reckless‘ an dieser Stelle spektakulär. Wir Menschen sind nicht in der Lage so zu lieben. Wir können uns aber von seiner Liebe immer wieder umarmen und fluten lassen. Dann fließt sie auch zum Nächsten. Deshalb: ‚I believe in you, you‘ re the God of miracles‘. Diese Liedstelle hat mich heute morgen beim Aufwachen begleitet und mit diesem Glauben bin ich aufgestanden.

“ Herr, du allein gibst mir Freude, die von innen kommt; Freude, die mir niemand nimmt. Herr, du machst mein Leben hell mit dem Licht deiner Liebe.“

aus dem Lied „Freude“ von Albert Frey

Wen kann ich beschenken?

Weiter ging es mit dem Angebot für die Kinder. Dieses Mal wurde von Sandra gelesen aus „Du bist wunderbar beschenkt“ von Max Lucado. Ich empfehle die Geschichte nachzulesen. Ich habe viel daraus mitgenommen. Sandra betete anschließend: „Papa, hast du eine Idee, wem wir heute eine Freude machen können?“ Sie sagte, dass er für jeden Menschen Geschenke habe und er gebe uns Worte, damit wir andere ermutigen können. Die Kinderaktion war, Sonnenblumensamen zu säen in einen Topf mit Erde und später auszupflanzen und wenn sie groß geworden sind und zu blühen beginnen, zu überlegen, wem damit eine Freude gemacht werden könnte. Tolle Idee! Wow!

Heiligen Geist erleben

Azzizah begann ihre Predigt damit, dass sie ausführte, warum Pfingsten das christliche Fest sei, dass ihr am wichtigsten geworden ist. „Jesus ist am Kreuz gestorben und nach zwei Tagen wieder auferstanden mit dem Ziel, die Menschen mit Gott wieder zusammen zu bringen und das ist Pfingsten passiert. Das wirft die Frage auf, was ist der Heilige Geist? Für mich ganz klar eine Person. ….. Er ist nicht nur die Kraft Gottes, sondern er ist Gott. Er hat in uns sein Zuhause genommen. „

Aber wenn der Heilige Geist über euch gekommen ist, werdet ihr seine Kraft empfangen.

Apostelgeschichte 1, 8 (1. Teil)

Weiter sagte Azzizah, dass der Heilige Geist im Verlauf der Geschichte spürbar oder sichtbar war als Feuer oder Wind. „Als ich mich bekehrt habe, hatte ich das Gefühl von Feuer. Immer wieder spüre ich dieses Feuer. ….Der Heilige Geist zeichnet uns aus. Er soll sichtbar werden in unserem Verhalten und in dem, wie wir sind, weil Gott höchstperönlich in unserem Körper wohnt. Die Engel beneiden uns, dass wir das Zuhause Gottes sind. Die Sachen, die uns geschenkt wurden, ermöglichen uns, sie Gott zu bringen als Gaben.“ Sie segnete uns noch, damit wir erinnert werden, dass wir ein Zuhause Gottes geworden sind.

Besten Dank an Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay

Nach einer Zeugnisrunde sprach Kay darüber, dass es Momente gibt, in denen wir den Heiligen Geist nochmal besonders spüren und er auch Gaben freisetzt. Er lud uns ein, uns Zeit zu nehmen und Gott zu bitten, uns neu zu füllen an diesem Fest. Er fülle uns mit Weisheit, nur gute Worte auszusprechen.

Ich kniete mich im Wohnzimmer hin. Gott empfing mich: „Bete mich an. Meine Hände liegen auf deinem Haupt. Dir kann nichts geschehen….. Hab‘ keine Angst.“ Beim Einsetzen des Schofars, das Andreas während dieser Zeit blies, spürte ich die Kraft und Macht des Heiligen Geistes. „Steh nun wieder auf.“

Nach einer Gebetsrunde sprach Andreas noch etwas aus, das er morgens im Gebet empfangen hatte, als er um ermutigende Worte für die Luftballonaktion bat und er hatte den Eindruck, es könne auch jemand aus der Gemeinde gebrauchen. Als er begann „Gott liebt dich.“ hat es mich tief ins Herz getroffen. „Du kannst gelassen bleiben, egal, was kommt.“ Ich weinte, weil ich mich so wahrgenommen fühlte in meiner Situation. Wie Gott das macht, ist immer wieder beeindruckend. Gelobt sei er!

Luftballons

Bis 17 Uhr gab es die Möglichkeit von der Herforder Str. 166 aus, Luftballons mit Helium zu füllen und ermutigende Worte auf eine Karte zu schreiben und daran zu befestigen. Ein Wort von Gott zu bekommen und darauf zu vertrauen, dass es den Menschen, den es ermutigen soll, auch erreichen wird, war und ist ein tolles Gefühl.

Raus aus der Komfortzone

Raus aus der Komfortzone

Am Sonntag, 09.05.2021, moderierte Thomas den Stadtlicht-Zoom-Gottesdienst. Er lud alle Teilnehmenden zu einem Perspektivwechsel ein in diesen unruhigen Zeiten. „Nehmt diesen Gottesdienst mit in eure ganz persönliche Situation hinein.“

Für die Kinder

Die Kinder hatten vorab wieder eine Basteltüte an die Haustür bekommen. Sie konnten nach der Fortsetzung der Punchinello-Geschichte von Max Lucado, gelesen dieses Mal von Sandra, ein Segelboot basteln aus Korken und Zahnstochern und Papier. Da es am Sonntag ja wirklich sommerlich warm war, haben sie vielleicht am Nachmittag gleich ausprobiert, wie ihr Boot schwimmt!?

In der Geschichte von den Wemmicks, von denen Punchinello einer ist, ging es dieses Mal darum, wie die Wemmicks versuchen, Anerkennung zu bekommen. Sie überbieten sich im Kauf von Schachteln und Bällen. Punchinello ist irgendwann so besessen von dieser Leidenschaft, dass er sogar sein Haus verkauft. Als die Wemmicks sich auch noch beweisen wollen, wer am höchsten ist und mit ihren Schachteln und Bällen einen Berg besteigen, verirrt sich Punchinello, weil er gar nicht geradeaus schauen kann. Als er stürzt, erkennt er, dass er auf dem Weg zu Elis Haus ist. Eli fragt ihn, warum er so gehandelt hat und Punchinello erkennt:

„Ich mag das Gefühl, das sie mir geben. Ich fühle mich wichtig.“ Daraufhin bittet Eli ihn zum Fenster. [Er ist nicht böse, was Punchinello schon mal beruhigt.] Sie beobachten die anderen. Eli fragt: „Sehen sie glücklich aus?“ „Nein.“ „Sehen Sie wichtig aus?“ „Nein.“ „Meinst du, ich habe die Wemmicks gemacht, um sich so zu benehmen?“ Punchinello schüttelt den Kopf. „Weißt du, was dich das gekostet hat?“

‚Du bist mein‘ von Max Lucado

Punchinello erkennt seine Verluste (Bücher, Haus, Zufriedenheit, Freude, Vertrauen)

„Du hast nicht darauf vertraut, dass ich dich glücklich mache. Du bist einmalig. Du bist mein. Ich liebe dich. Vergiss das nicht.“

s.o.

Ich liebe es, wie Lucado bildhaft beschreibt, wie es uns Menschen geht, wenn wir nicht die Stimme unseres Schöpfers in uns hören, die uns unaufhörlich Identität zuspricht. Dann suchen wir Ersatzbefriedigungen. Was ist es für ein schönes Gefühl, geliebt und angenommen zu sein von jemandem, der seine Meinung niemals ändern wird!

Lobpreiszeit

Nun wurde die Band gesegnet für ihren Dienst in der Lobpreiszeit. Ein Dank wurde ausgesprochen an die Techniker, die Musiker und Kay, die im Mevivo waren. Mich sprachen die Lieder dieses Mal nicht so an bis kurz vor Ende der Zeit. „Hier ist mein Herz, ich geb‘ es dir.“ Wow, ja, das tue ich noch einmal bewusst. „Mit dir will ich nach vorne geh‘ n.“ Das hatte ich gebraucht. Ganz zum Schluss noch: „Wir glauben fest, wir glauben fest, wir glauben fest, unser Vater ist Liebe.“ Ja, das glaube ich fest, weil ich es immer wieder erlebe. In diesem dreimaligen Wiederholen hatte es seine Wirkung in mir entfalten können.

Predigtteil mal anders

Kay sprach darüber, dass wir interaktiv miteinander unterwegs sein wollen statt in eine Konsumhaltung zu rutschen. Dazu fordere diese Zeit ganz besonders heraus. Im Grunde genommen, verließen wir ständig unsere Komfortzone und lebten als Gemeinde ‚out of the box‘. Aus diesem Grunde wollte er auch die Predigt dieses Mal so gestalten, nämlich interaktiv. Ich war gespannt. Er stellte viele Fragen.

„Wie würde die perfekte Gemeinde für dich aussehen?“ – „Warum hast du diese Ideen?“

„Was muss dafür passieren, dass wir und andere in Gemeinde glücklicher und lebensfroher werden?“ – „Wie hat Jesus Gemeinde gebaut?“

„Wo können wir Menschen begegnen?“ – „Was können wir tun, um Menschen in ihren Nöten zu begegnen?“

Kay Dreckschmidt, Pastor Stadtlicht

Wir bekamen jeweils Zeit zwischen den Fragen, um sie für uns zu beantworten. Wer wollte, konnte auch Antworten in den Chat schreiben. Meine Ideen zur perfekten Gemeinde sind eine Mischung aus der Sehnsucht nach Vertrautem und Neuem.

Jesu Gemeinde braucht eine Willkommenskultur, ein ehrliches Miteinander, kein Urteilen, eigene Urteile hinterfragen und Gottes Liebe dort hineinfließen lassen. Jesu hat Gemeinde gebaut, indem er die Menschen bedingungslos angenommen hat und er ging zu den Menschen, die am Rande der Gesellschaft standen. Er hat Gottes Willen und Ideen verkündet. Jesus heilte, sprach die Wahrheit aus; er erzählte in Gleichnissen/Kurzgeschichten, um die göttliche Botschaft in ihren Alltag zu bringen; Jesus suchte immer wieder die Ruhe und das Gespräch mit seinem Vater.

Aus dem Chat zu „Was brauchen Menschen in Bünde?“: Perspektive, Angenommensein, Begegnungen, Alltag entfliehen, Sinn, Erfülltsein, Freude-Erleben, Spaß.

Kay sagte, dass Gemeinde Menschen dort begegnen kann, wo Menschen eine Not haben oder ein Bedürfnis. Gemeinde habe auch den Auftrag, Fragen zu beantworten. Voraussetzungen für Begegnung: offen sein im Alltag und auf göttliche Impulse achten. Eine Not sei sicherlich finanzieller Art, eine andere, dass „einem die Decke auf den Kopf fällt“. Dem letzteren könne man durch Anbieten von Aktivitäten begegnen.

Impuls zum Abschluss

In den Gebetstreffen für Stadtlicht durfte der Heilige Geist die gedanklichen Grenzen der teilnehmenden Menschen sprengen, berichtete Kay, und welche Ideen daraus entstanden. Ich bin gespannt, wie Gott das durch uns möglich machen wird.

Ich danke Vicki Hamilton auf Pixabay

Auf der Suche nach einem Bild für diesen Blogbeitrag stieß ich auf dieses beeindruckende Foto. Ich fragte mich, wie es möglich ist, so eine Aufnahme zu bewerkstelligen. Mich haben Flugzeugträger schon immer fasziniert, aber dem Piloten in der Luft fast ins Gesicht sehen zu können, die Möglichkeit hatte ich noch nicht. Meine Empfindungen sind folgende bezogen auf diesen Beitrag: Wenn Menschen schon in der Lage sind, die Schwerkraft zu überwinden in dieser Art und Weise, zu wie viel mehr ist Gott in der Lage? Wenn wir uns ihm wirklich hingeben, zu wie viel mehr kann er uns gebrauchen, um seine Gemeinde zu bauen? Und noch etwas fiel mir auf: Auf der Wasseroberfläche sind die „Fahrlinien“ der Schiffe zu erkennen und sie stehen symmetrisch exakt zueinander. Faszinierend. Keine Schwankungen, ganz gerades Vorwärtsbewegen. Gott ist genauso: sein Plan steht fest und er führt ihn exakt aus. Wir entscheiden, ob wir dabei sind und ob wir erleben wollen, dass der Himmel über uns schon offen ist. Wir müssen ihn nicht mehr öffnen, dafür hat Gott schon gesorgt indem er seinen Sohn für uns hingab. „Du bist mein. Ich liebe dich. Vergiss das nicht.“ Der Himmel ist offen. Du hast den Pass, die Grenze immer wieder zu überqueren, indem du Jesus Christus annimmst als deinen Gott. Vertraust du, dass dich das umfassend glücklich macht?

Wunder(bar)

Wunder(bar)

Heute geht es um den Gottesdienst vom 11.04.21, den „Stadtlicht“ per Zoom feierte.

Andreas führte lebendig moderierend und begeistert durch diese Zeit.

Wie schön, dass du da bist.

Zu Beginn gab es wieder eine Kindergeschichte, die per youtube vorgelesen wurde. Dieses Mal war es die Geschichte „Du bist einmalig“ von Max Lucado. Die Wemmicks beurteilen sich gegenseitig und verteilen Sterne und Punkte auf den anderen für ihr Verhalten und Aussehen, je nachdem, ob sie „ankommen“ oder „durchfallen“. Punchinello ist nicht beliebt und glaubt, dass die anderen recht haben mit ihrer Bewertung seiner selbst. Dann trifft Punchinello auf Lucia. An Lucia haften keine Punkte und keine Sterne. Er erfährt, dass Lucia jeden Tag Eli, den Holzschnitzer, besucht. Sie empfiehlt Punchinello, ihn auch mal zu besuchen. Das macht er. „Punchinello, wie schön, dass du da bist.“ wird er von Eli begrüßt. „Du kennst meinen Namen.“ sagt Punchinello erstaunt. Eli antwortet: „Es sieht so aus, als ob du schlechte Noten bekommen hast.“ Punchinello ist beschämt und entschuldigt sich, aber Eli hebt ihn auf die Werkbank. „Warum bin ich so wichtig für dich?“ fragt er und Eli antwortet: „Weil ich dich gemacht habe.“ Punchinello hört zum ersten Mal, dass die Aufkleber nur an ihm haften bleiben, wenn er den anderen glaubt. Eli sagt: „Es ist nur wichtig, was ich glaube. Du bist einmalig und ich mache keinen Fehler.“ Punchinello denkt: Ich glaube, er meint das ernst. In dem Moment fällt ein Aufkleber auf den Boden.

Ich finde die Geschichte richtig toll, weil sie mit wenigen Seiten unser menschliches Dilemma beschreibt und einen Weg zeigt, wie wir aus dem Urteilen herausfinden und dass nur einer das Recht hat zu richten: unser Schöpfer, der, der uns gemacht hat. Damaris, die die Kinderaktion leitete, nahm bezug auf Psalm 139, in dem es unter anderem heißt: „erstaunlich und wunderbar bin ich gemacht.“ Die Kinder durften nun auf einer Karte dieses Gefühl ausdrücken mit Stiften und Glitzerstaub. Nach der Predigt zeigten sie ihre einmaligen Karten. Es erfreut mich immer, wie unterschiedlich Kreativität sich ausdrückt.

Andreas griff „Du bist einmalig gemacht.“ auf und leitete damit über zum Lobpreis-Teil. „Gib dich hinein in diese Wahrheit und in die Gegenwart Gottes.“

Wunder

Die Band startete mit ‚Miracles‘. Irgendwann erreichte mich „I believe in you. You‘ re God of Miracles. …“ Ich will das nicht vergessen, dass Gott ein Gott der Wunder ist. Und dass „The power of the risen one“ das ist, auf das ich mich berufen darf und soll. Und du darfst das auch. Eine lebensverändernde, bahnbrechende Kraft. ‚Reckless love of God‘ ist auch ein Lied, das mich berührt und ich sang laut mit bei ausgeschaltetem Mikrofon: „I woudn‘ t earn it. I don‘ t deserve it, still you give yourself away. Oh, the overwhelming, never-ending love of God.“ Beim „Unser Vater“ von ICF München hat mich eine Formulierung sehr angesprochen: „Wir wollen mehr von dir sehen. … Du lässt deine Herrlichkeit regnen.“ Ich stelle mir vor, wie ich in diesem Regen stehe und mich erfüllt Glück pur. Im Lied ‚Ist es nicht wunderbar, an diesem Tag zu sein?‘ wiederholt sich das Wunder-Thema: „Tut der Herr heute noch Wunder, Stunde um Stunde, Tag für Tag….“ Erlebe ich das? Ja, schon. Ich wünsche mir mehr davon, mehr Vaterherz und wahrnehmen seines Wirkens. Ich denke, wir brauchen das, weil Gott da wirklich und erfahrbar wird. Trotzdem sollen wir unseren Glauben nicht davon abhängig machen. Letztendlich sind es die Wunder, die persönlichen Erfahrungen des Übernatürlichen, die unseren Glauben zu einer Gewissheit werden lassen. Daran kann ich mich erinnern und mich berufen: Ich weiß, dass Gott heute noch wirkt. Ich habe es erlebt. „Was wird dein Wunder sein? Keins ist zu groß, zu klein. Lebe die Zeit mit Perspektive Ewigkeit….“ Liedtexte können so unmittelbar ins Herz fallen.

„Mit Gott in die Tiefe gehen“

Nun konnten wir mit Birgit in ihre Predigt „einsteigen“. Gott hatte ihr die Geschichte des Verlorenen Sohns aufs Herz gelegt für diesen Sonntag. In der Geschichte gebe es einen Bruch und auf den habe Gott ihr Augenmerk gelenkt. Ich war gespannt. Der jüngere Sohn will mehr vom Leben. Jung und naiv glaubt er, dass die Auszahlung seines Erbes die Lösung sei und lässt sich das Geld geben. Mit Auszahlung des Erbes hatte er keinen Anspruch mehr auf seine Familie. Er musste gehen. (Das wusste ich noch nicht.) Er findet neue Freunde bis das Geld ausgegeben ist. Bettelarm und ohne Perspektive geht er zurück, um bei seinem Vater als Tagelöhner zu arbeiten. Der Vater sieht ihn von Weitem und l ä u f t auf ihn zu. Der Sohn fällt auf die Knie. Der Vater weist die Bediensteten an, das schönste Gewand zu bringen, Schuhe und ihm einen Ring anzustecken. Ebenso soll ein Fest des Wiedersehens gefeiert werden. Es gibt keine Vorwürfe und damit setzt er ein Zeichen. Rein rechtlich durfte er dort gar nicht stehen, aber keiner hat gewagt, ihn zu beschimpfen oder zu verspotten. Die Autorität des Vaters ist sehr überzeugend.

Auf unsere Zeit übertragen bedeutet das alte Gewand: Entwürdigung, Verletzung, Scham, Schande, Fehler. Der Vater hält dem Sohn das neue Gewand hin und die alten Zeiten sind vorbei sobald der Sohn hinein schlüpft. Gott hält uns auch das neue Gewand hin und wenn wir es annehmen und Jesus unser Herz geben, sind die alten Zeiten auch für uns vorbei. Nur diese Gerechtigkeit lässt Gott gelten. „I couldn‘ t earn it.“

Früher waren Ringe Siegelringe. Wenn auf ein Dokument in den Wachs das Siegel gedrückt wurde, war das besiegelt, also „amtlich“. Mit dem Ring wird der Sohn geschäftstüchtig. Er kann Geschäfte tätigen und mit dem guten Namen des Vaters bezahlen. Den Ring anstecken bedeutet: „Ich stehe zu dir. Ich garantiere, dass das Geschäft richtig ist und stehe dafür ein.“ Der Vater ist der Garant für die Erfüllung. In Lukas 10 können wir viel über Jesu Vollmacht lesen, die er hatte und die er seinen Nachfolgern übertragen hat. Es lohnt sich, das nochmal zu lesen und sich bewusst zu machen.

D a s Wunder der Verwandlung: der Schmetterling. Ich danke Jill Wellington auf Pixabay.

Dadurch, dass wir Jesus in uns tragen, können wir seinen Auftrag erfüllen.

„Ich bete nicht nur für diese Jünger, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben werden. Ich bete für sie alle, dass sie eins sind, so wie du und ich eins sind, Vater – damit sie in uns eins sind, so wie du in mir bist und ich in dir bin, und die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Ich habe ihnen die Herrlichkeit geschenkt, die du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir eins sind – ich in ihnen und du in mir, damit sie alle zur Einheit vollendet werden. Dann wird die Welt wissen, dass du mich gesandt hast und wird begreifen, dass du sie liebst, wie du mich liebst.“

Johannes 17, 20 – 23 (NLB)

Wir können uns auch immer wieder unter Gottes Schutz stellen und uns auf den Psalm 91 berufen: „Wer im Schutz des Höchsten lebt, der findet Ruhe im Schattendes Allmächtigen.“ Das ist ein wirklich kraftvoller Text. Ich lese ihn manchmal laut und beziehe ihn auf mich durch Ersetzen der Personalpronomen in die 1. Person Einzahl.

Birgit ermutigte uns weiter durch:

„Deshalb können wir zuversichtlich sagen: Der Herr steht zu mir, deshalb fürchte ich mich nicht. Was können mir Menschen anhaben?“

Hebräer 13, 6 (NLB)

Sie sagte: „Ringträger sind erwählt, bevorzugt und privilegiert. Jesus ist bei uns bis ans Ende der Welt.“ Zu den Schuhen erwähnte sie noch: Sie sind ein Zeichen von Freiheit. Ich kann weite Strecken zurücklegen ohne dass ich meine Füße verletze. Ich habe die Freiheit, zu gehen. Gott traut uns zu, diese Freiheit zu gestalten. Es ist auch ein Auftrag. Wir sind Söhne und Töchter, also Gewandträger. Wir haben Altes abgelegt und tun das, wenn nötig, auch weiter. Wir haben den Ring, also Vollmacht und Schuhe, also die Freiheit, hinzugehen, wohin uns Gott schickt. Das sind göttliche Wahrheiten, auch wenn es sich nicht immer so anfühlt. Birgit hatte ein Bild zu diesem Gefühl empfangen: Sie sah Geld auf ihrem Konto, in ihrem Portemonaie war aber kein Bargeld. War sie dann arm? Wir dürfen im Gebet fragen: Vater, wo willst du mit mir den nächsten Schritt gehen?

Per Youtube hörten wir „Und ich flieg, flieg wie ein Adler“. Ich hatte Spaß beim Tanzen – eingeschränkt noch, aber immerhin – und sang „Weil ich dir vertrau, flieg ich wie ein Adler.“ Das war ein stimmiges Schlusswort.