Am Sonntag, den 13.06.21, war es wieder möglich einen Gartengottesdienst zu feiern. Familie Tödtmann hatte ihren Garten zur Verfügung gestellt. Chris und ein Teil der Band waren vor Ort und Thomas moderierte. Für die Predigt war Roman aus Minden, der auch Mitglied im A30-Netzwerk ist, und Pastor einer eigenen freikirchlichen Gemeinde ist, eingeladen.

Ein Garten voller Liebe

Meine Vorfreude auf diesen Gottesdienst war groß. Die Möglichkeit, alle live zu sehen, ihnen in die Augen schauen zu können und wieder singen zu dürfen in Gemeinschaft, war toll. Garten, Sonnenschein, Gäste, persönliche Begegnung; Kinder, die miteinander frei spielen, Predigt über das Herz Gottes und Live-Musik. Was braucht es mehr für einen Sonntagmorgen im Juni? Gekrönt wurde diese „Veranstaltung“ mit einer Gulaschsuppe von Reinald und Baguette. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön für diese gebende Hand.

Vielen Dank an Wal 172619 auf Pixabay

Wunderbarer Herzensöffner

Als die Band startete mit „Man of sorrows“ hat mich die Melodie zu dem Text tief bewegt. Ich konnte kurz nicht mitsingen. Musik ist etwas Wunderbares aus dem Herzen Gottes. Sie berührt immer wieder Bereiche in uns, die der Verstand nicht erreicht. Heilsam, einfach heilsam. In der Bridge des oben genannten Liedes erklang „Now my debt is paid.“ In mir war ein Hallelujah, aber sowas von! Es folgte „Ist es nicht wunderbar, an diesem Tag zu sein? Es ist ein Privileg, erachte es nicht als klein. ……. tut der Herr heute noch Wunder, Stunde um Stunde, Tag für Tag…… „- Ein Wunder brauchte ich.- „Was wird dein Wunder sein? Keins ist zu groß, zu klein. Lebe dein Leben mit Perspektive Ewigkeit.“ Wow! Und ich sollte mein Wunder erleben. Zum Abschluss gab es ein Lob an die Musiker für ihre tolle Musik und ihren Einsatz für die Gemeinde.

Gottes Reich

Roman wurde zur Einleitung in den Predigtteil gefragt, was für ihn als Leiter seiner jungen Gemeinde die größte Herausforderung sei. Er antwortete, dass es sei, Gemeinschaft zu leben, zu ermutigen ohne sich persönlich zu treffen. Er leitete die Predigt ein mit der Frage: „Wie kommen wir dahin, uns keine Sorgen zu machen?“

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“

Matthäus 6, 33 (Lutherbibel 2017)

Was meint „trachten“? Roman sagte, dass das Reich Gottes immer unser Ziel sein soll, wir immer danach streben sollen. „Jesus redete ständig davon. Was ist denn das Reich Gottes? Es ist Liebe, Frieden, nur ein König und alle anderen sind Diener.“ Oft schauen wir wohl nach eigenen Reichen: Jemand hat uns nicht begrüßt z. B. und wir verurteilen sein Handeln. Sich dann zu fragen, wie denkt Gott? Was ist seine Gerechtigkeit? Wie wissen wir, was gerecht ist? Wenn wir wissen, was Gott will, wissen wir, was gerecht ist. Jesus sagte, dass wir uns nicht um morgen sorgen sollen, sondern uns heute in das Reich Gottes investieren dürfen. Es nützte damals nichts, die Thora auswendig zu können und es nützt heute nichts die Gesetze zu befolgen. Pharisäer hatten ihre eigene Gerechtigkeit, wollten das Ansehen ihrer Person. Ich ergänze mal, dass wir uns auch heute darin wiederfinden. Ich zumindest. Sondern es geht darum:

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und mit deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.“

Lukas 10, 27

Wenn wir danach leben, wird uns alles andere zuteil, was wir für unser persönliches Leben benötigen. Roman erzählte ein Beispiel aus seinem Leben. Er wuchs in Kasachstan auf und seine Familie hatte wenig Geld. Sie waren darauf angewiesen, Gott zu vertrauen. Der Vater war Pastor im Vollzeit-Dienst und konnte nicht zusätzlich eine Arbeitsstelle annehmen. Die Kinder fragten eines Sonntags ihre Mutter: „Können wir mal Fleisch kaufen? Wir haben so einen Hunger auf Fleisch.“ Die Mutter antwortete, dass sie kein Geld hätten, aber dass sie doch beten könnten und dann in den Gottesdienst gehen. Nach dem Gottesdienst hing an dem Türgriff der Haustür seiner Familie eine schwere Tüte. Darin war eine Gans, gerupft und soweit bearbeitet, dass sie nur noch zubereitet werden musste.

„Denkt nicht an morgen. Denkt, wie kann ich meine Familie, meine Arbeitskollegen etc. lieben? Wenn wir uns nicht investieren, müssen wir uns richtig anstrengen, aber wenn wir zuerst an Gottes Willlen denken, wird Gott auch an uns denken. Es ist sein Versprechen!!“ „Denkt: Egal, ich brauche das, aber das, was ich habe, gebe ich den anderen. Jeder ist für den anderen da.“ Und dann kam mein Wunder.

Wunder geschehen

Roman sagte zum Schluss seiner Predigt: „Ich werde jetzt noch beten. Gott weiß, was dich belastet. Vielleicht ist deine Situation ausweglos. Wenn du dich entscheidest, zu lieben, wird Gott das klären. Ich verspreche es! Du kannst nachher noch mit einem von uns beten und deine Situation vor Gott bringen und sagen „Ich will mich in dein Reich investieren. Bitte hilf du mir.“ Das habe ich getan und fühlte mich anschließend befreit und zuversichtlich.

Damaris erzählte nach dem Gebet von Gottes Sprechen in ihr Leben bei einem Kleingruppentreffen. Es geschah Heilung durch Sprachengebet, das in ihr freigesetzt wurde.

Die Gemeinschaft beim Gulaschsuppe-essen rundete diese Zeit ab. Es waren auch Menschen gekommen, die persönlich eingeladen worden waren und dieser Einladung folgten. Jesus ist Sieger und wirkt übernatürlich. Er lässt sich finden, wenn du ihn suchst. Versprochen!