Wunder(bar)

Wunder(bar)

Heute geht es um den Gottesdienst vom 11.04.21, den „Stadtlicht“ per Zoom feierte.

Andreas führte lebendig moderierend und begeistert durch diese Zeit.

Wie schön, dass du da bist.

Zu Beginn gab es wieder eine Kindergeschichte, die per youtube vorgelesen wurde. Dieses Mal war es die Geschichte „Du bist einmalig“ von Max Lucado. Die Wemmicks beurteilen sich gegenseitig und verteilen Sterne und Punkte auf den anderen für ihr Verhalten und Aussehen, je nachdem, ob sie „ankommen“ oder „durchfallen“. Punchinello ist nicht beliebt und glaubt, dass die anderen recht haben mit ihrer Bewertung seiner selbst. Dann trifft Punchinello auf Lucia. An Lucia haften keine Punkte und keine Sterne. Er erfährt, dass Lucia jeden Tag Eli, den Holzschnitzer, besucht. Sie empfiehlt Punchinello, ihn auch mal zu besuchen. Das macht er. „Punchinello, wie schön, dass du da bist.“ wird er von Eli begrüßt. „Du kennst meinen Namen.“ sagt Punchinello erstaunt. Eli antwortet: „Es sieht so aus, als ob du schlechte Noten bekommen hast.“ Punchinello ist beschämt und entschuldigt sich, aber Eli hebt ihn auf die Werkbank. „Warum bin ich so wichtig für dich?“ fragt er und Eli antwortet: „Weil ich dich gemacht habe.“ Punchinello hört zum ersten Mal, dass die Aufkleber nur an ihm haften bleiben, wenn er den anderen glaubt. Eli sagt: „Es ist nur wichtig, was ich glaube. Du bist einmalig und ich mache keinen Fehler.“ Punchinello denkt: Ich glaube, er meint das ernst. In dem Moment fällt ein Aufkleber auf den Boden.

Ich finde die Geschichte richtig toll, weil sie mit wenigen Seiten unser menschliches Dilemma beschreibt und einen Weg zeigt, wie wir aus dem Urteilen herausfinden und dass nur einer das Recht hat zu richten: unser Schöpfer, der, der uns gemacht hat. Damaris, die die Kinderaktion leitete, nahm bezug auf Psalm 139, in dem es unter anderem heißt: „erstaunlich und wunderbar bin ich gemacht.“ Die Kinder durften nun auf einer Karte dieses Gefühl ausdrücken mit Stiften und Glitzerstaub. Nach der Predigt zeigten sie ihre einmaligen Karten. Es erfreut mich immer, wie unterschiedlich Kreativität sich ausdrückt.

Andreas griff „Du bist einmalig gemacht.“ auf und leitete damit über zum Lobpreis-Teil. „Gib dich hinein in diese Wahrheit und in die Gegenwart Gottes.“

Wunder

Die Band startete mit ‚Miracles‘. Irgendwann erreichte mich „I believe in you. You‘ re God of Miracles. …“ Ich will das nicht vergessen, dass Gott ein Gott der Wunder ist. Und dass „The power of the risen one“ das ist, auf das ich mich berufen darf und soll. Und du darfst das auch. Eine lebensverändernde, bahnbrechende Kraft. ‚Reckless love of God‘ ist auch ein Lied, das mich berührt und ich sang laut mit bei ausgeschaltetem Mikrofon: „I woudn‘ t earn it. I don‘ t deserve it, still you give yourself away. Oh, the overwhelming, never-ending love of God.“ Beim „Unser Vater“ von ICF München hat mich eine Formulierung sehr angesprochen: „Wir wollen mehr von dir sehen. … Du lässt deine Herrlichkeit regnen.“ Ich stelle mir vor, wie ich in diesem Regen stehe und mich erfüllt Glück pur. Im Lied ‚Ist es nicht wunderbar, an diesem Tag zu sein?‘ wiederholt sich das Wunder-Thema: „Tut der Herr heute noch Wunder, Stunde um Stunde, Tag für Tag….“ Erlebe ich das? Ja, schon. Ich wünsche mir mehr davon, mehr Vaterherz und wahrnehmen seines Wirkens. Ich denke, wir brauchen das, weil Gott da wirklich und erfahrbar wird. Trotzdem sollen wir unseren Glauben nicht davon abhängig machen. Letztendlich sind es die Wunder, die persönlichen Erfahrungen des Übernatürlichen, die unseren Glauben zu einer Gewissheit werden lassen. Daran kann ich mich erinnern und mich berufen: Ich weiß, dass Gott heute noch wirkt. Ich habe es erlebt. „Was wird dein Wunder sein? Keins ist zu groß, zu klein. Lebe die Zeit mit Perspektive Ewigkeit….“ Liedtexte können so unmittelbar ins Herz fallen.

„Mit Gott in die Tiefe gehen“

Nun konnten wir mit Birgit in ihre Predigt „einsteigen“. Gott hatte ihr die Geschichte des Verlorenen Sohns aufs Herz gelegt für diesen Sonntag. In der Geschichte gebe es einen Bruch und auf den habe Gott ihr Augenmerk gelenkt. Ich war gespannt. Der jüngere Sohn will mehr vom Leben. Jung und naiv glaubt er, dass die Auszahlung seines Erbes die Lösung sei und lässt sich das Geld geben. Mit Auszahlung des Erbes hatte er keinen Anspruch mehr auf seine Familie. Er musste gehen. (Das wusste ich noch nicht.) Er findet neue Freunde bis das Geld ausgegeben ist. Bettelarm und ohne Perspektive geht er zurück, um bei seinem Vater als Tagelöhner zu arbeiten. Der Vater sieht ihn von Weitem und l ä u f t auf ihn zu. Der Sohn fällt auf die Knie. Der Vater weist die Bediensteten an, das schönste Gewand zu bringen, Schuhe und ihm einen Ring anzustecken. Ebenso soll ein Fest des Wiedersehens gefeiert werden. Es gibt keine Vorwürfe und damit setzt er ein Zeichen. Rein rechtlich durfte er dort gar nicht stehen, aber keiner hat gewagt, ihn zu beschimpfen oder zu verspotten. Die Autorität des Vaters ist sehr überzeugend.

Auf unsere Zeit übertragen bedeutet das alte Gewand: Entwürdigung, Verletzung, Scham, Schande, Fehler. Der Vater hält dem Sohn das neue Gewand hin und die alten Zeiten sind vorbei sobald der Sohn hinein schlüpft. Gott hält uns auch das neue Gewand hin und wenn wir es annehmen und Jesus unser Herz geben, sind die alten Zeiten auch für uns vorbei. Nur diese Gerechtigkeit lässt Gott gelten. „I couldn‘ t earn it.“

Früher waren Ringe Siegelringe. Wenn auf ein Dokument in den Wachs das Siegel gedrückt wurde, war das besiegelt, also „amtlich“. Mit dem Ring wird der Sohn geschäftstüchtig. Er kann Geschäfte tätigen und mit dem guten Namen des Vaters bezahlen. Den Ring anstecken bedeutet: „Ich stehe zu dir. Ich garantiere, dass das Geschäft richtig ist und stehe dafür ein.“ Der Vater ist der Garant für die Erfüllung. In Lukas 10 können wir viel über Jesu Vollmacht lesen, die er hatte und die er seinen Nachfolgern übertragen hat. Es lohnt sich, das nochmal zu lesen und sich bewusst zu machen.

D a s Wunder der Verwandlung: der Schmetterling. Ich danke Jill Wellington auf Pixabay.

Dadurch, dass wir Jesus in uns tragen, können wir seinen Auftrag erfüllen.

„Ich bete nicht nur für diese Jünger, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben werden. Ich bete für sie alle, dass sie eins sind, so wie du und ich eins sind, Vater – damit sie in uns eins sind, so wie du in mir bist und ich in dir bin, und die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Ich habe ihnen die Herrlichkeit geschenkt, die du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir eins sind – ich in ihnen und du in mir, damit sie alle zur Einheit vollendet werden. Dann wird die Welt wissen, dass du mich gesandt hast und wird begreifen, dass du sie liebst, wie du mich liebst.“

Johannes 17, 20 – 23 (NLB)

Wir können uns auch immer wieder unter Gottes Schutz stellen und uns auf den Psalm 91 berufen: „Wer im Schutz des Höchsten lebt, der findet Ruhe im Schattendes Allmächtigen.“ Das ist ein wirklich kraftvoller Text. Ich lese ihn manchmal laut und beziehe ihn auf mich durch Ersetzen der Personalpronomen in die 1. Person Einzahl.

Birgit ermutigte uns weiter durch:

„Deshalb können wir zuversichtlich sagen: Der Herr steht zu mir, deshalb fürchte ich mich nicht. Was können mir Menschen anhaben?“

Hebräer 13, 6 (NLB)

Sie sagte: „Ringträger sind erwählt, bevorzugt und privilegiert. Jesus ist bei uns bis ans Ende der Welt.“ Zu den Schuhen erwähnte sie noch: Sie sind ein Zeichen von Freiheit. Ich kann weite Strecken zurücklegen ohne dass ich meine Füße verletze. Ich habe die Freiheit, zu gehen. Gott traut uns zu, diese Freiheit zu gestalten. Es ist auch ein Auftrag. Wir sind Söhne und Töchter, also Gewandträger. Wir haben Altes abgelegt und tun das, wenn nötig, auch weiter. Wir haben den Ring, also Vollmacht und Schuhe, also die Freiheit, hinzugehen, wohin uns Gott schickt. Das sind göttliche Wahrheiten, auch wenn es sich nicht immer so anfühlt. Birgit hatte ein Bild zu diesem Gefühl empfangen: Sie sah Geld auf ihrem Konto, in ihrem Portemonaie war aber kein Bargeld. War sie dann arm? Wir dürfen im Gebet fragen: Vater, wo willst du mit mir den nächsten Schritt gehen?

Per Youtube hörten wir „Und ich flieg, flieg wie ein Adler“. Ich hatte Spaß beim Tanzen – eingeschränkt noch, aber immerhin – und sang „Weil ich dir vertrau, flieg ich wie ein Adler.“ Das war ein stimmiges Schlusswort.

Gebetsräume

Gebetsräume

Ich freue mich, wieder einen Blogbeitrag für Stadtlicht schreiben zu können. Ich las gerade, dass ich den letzten Beitrag Ende Januar geschrieben habe. Was ist passiert?

Voller Freude über den Schnee im Februar erfüllte ich mir den Wunsch, mal wieder zu rodeln. Dabei verunglückte ich und brach mir das rechte Sprunggelenk mehrfach. Meine Heilung dauert noch an, aber mittlerweile habe ich kaum noch Schmerzen, sodass ich wieder klar denken kann. Jeder von uns kennt diese Phasen des Lebens, in denen wir Schmerz, Kummer und Nicht-Verstehen ausgesetzt werden. Auch Jesus musste Schlimmstes erleiden. Heute ist Karfreitag. Zunächst schreibe ich über den aktuellen Gottesdienst.

Am 28.3.21 „versammelte“ sich Stadtlicht per Zoom zum Gottesdienst

Zu Beginn wurde ein weiterer Teil aus dem Buch „Wie bei Räubers“ per youtube vorgelesen. Tom, der kleine Räubersjunge bemerkt, dass er nicht mehr zittert, wenn er an die Räubers denkt und erkennt darin Heilung. In diesem Kapitel sind sie unterwegs zu Jenny, seiner Schwester. Als sie ankommen, finden der Königssohn und Tom sie in der Höhle. Die Räubers hatten sie zurückgelassen, weil sie einen verkrüppelten Rücken hat. Der Königssohn ermutigt Tom Jennys Rücken zu befehlen, sich zu strecken. Tom hat Zweifel und Furcht diesen Fluch zu brechen, aber der Königssohn sagt: „Ich bin es doch, der heilt.“ Tom spricht es aus und das Wunder geschieht. Als Jenny gerade steht, lässt sie sich aufs Pferd heben und sich in das Reich des Königs bringen. Der König freut sich über sie und nimmt sie in den Arm. Danach wird Jenny gebadet, mit neuem Gewand und der Krone versorgt. Tom ist glücklich.

Aus diesem Kapitel lassen sich eine Menge Parallelen zu unserer Autorität, die wir in Jesus haben, ziehen. Ich will das gar nicht ausführen, es ist selbsterklärend. Das liebe ich so an Kinderbüchern.

Die Kinder bastelten dann Eierbecher aus dem Material, das zuvor an die Haushalte mit Kindern verteilt wurde.

Lobpreis per youtube

Das Lied „Our god is able“ von Hillsong bekräftigt, wie viel Potential wir als Christen nutzen dürfen und sollen in IHM. Ein weiteres Lied aus dieser Lobpreiszeit liebe ich: „We raise a hallelujah“ von Bethel. In der deutschen Fassung heißt es an einer Stelle: „Der Tod ist entmachtet, der König regiert.“ Jawohl. Mir geht die englische Fassung leichter von den Lippen, aber dennoch ist die Kraft des Textes ja auch in Deutsch ungebrochen. Wir befinden uns in der Karwoche und lassen uns ein auf Jesu Sterben und feiern dann seine Auferstehung. Von Johannes Hartl gibt es einen wunderbaren Vortrag zu Jesu Leiden. Der Hörer wird plakativ mit hinein genommen und kann sich dem nicht entziehen nach dem Motto „Ja, ja, ist ja zum Glück vorbei und er ist ja auferstanden.“ Ja und vorher hat er unsäglich gelitten!

Gebetsgemeinschaft

Kay sagte zu Beginn „Wir geben Gott die Ehre. Lasst uns heute schauen, was Gott tut. Ich bin fest überzeugt, dass das Gute das Böse übersteigt. Nehmt uns mit hinein, in das, was ihr mit Gott erlebt habt in der letzten Zeit. Das ermutigt immer auch andere.“ Ich erzählte von einer wirklich kraftvollen Fürbittenzeit am Freitag für die Freundin meiner Freundin, die in Russland lebt und in großer Not war und Hilfe benötigte. Wir erlebten den Heiligen Geist. Er gab mir ein, was ich beten sollte und meine Freundin brauchte Jesu Frieden, um wieder schlafen zu können. Sie ist noch nicht Christin, aber immer intensiver mit ihm unterwegs. Was sie manchmal erzählt, erfreut mich zutiefst. Wir beteten auch als Gemeinde für diese Frau. Gestern erfuhr ich, dass die Freundin gerettet wurde und zuhause ist. Halleluja, groß ist unser Gott! Sie braucht trotzdem weiter Gebet, weil die Heimkehr nur die Spitze des Eisbergs ist. Sandra berichtete weiter, dass sie am Samstag bei mir und für meinen Fuß gebetet hatte. Sie hatte ihre Hände mit Abstand darüber gehalten und ich habe während ihres Gebets gespürt, dass sich etwas in meinem Fuß bewegt, heilende Kräfte. Das sind so Momente von Gewahrsein und Stille und Freude. Wir beteten noch für eine Freundin einer anderen Frau unserer Gemeinde, die stark angefochten wird, dass sie einen besonderen Schutz und Kraft in dieser Zeit erfährt. Nico ist dankbar für eine andere Wohnung und möchte niemals vergessen, dass Gott sein Versorger ist, auch wenn wir unseren Lebensunterhalt mit einem Gehalt durch eine Firma verdienen. Ich war dankbar für diese Erinnerung.

Herzlichen Dank an Myriams-Fotos auf Pixabay

Wir verbinden uns im Gebet und zünden Lichter an, die leuchten und die Dunkelheit vertreiben. Die Auferstehungskraft wirkt heute.

Predigt

Kay sprach über „echten“ Gottesdienst. In Jakobus steht, dass er darin bestehe, den Witwen und Waisen zu dienen. Was heißt das heute für uns? In Wort und Tat Menschen zur Seite stehen z. B.. Jemandem ermöglichen, Gottes Liebe zu begegnen ist auch eine Möglichkeit. Witwen und Waisen waren zu Jesu Zeiten echt in Not, weil nicht versorgt. Was können heute Nöte sein, auf die wir einwirken können? Fehlende Gemeinschaft ist durch Corona ein Thema und kann große Not in Form von Vereinsamung auslösen. Gott zeigt uns Menschen oder Situationen. Er weitet unsere Sicht. Im Anschluss folgte eine Gebetsgemeinschaft in sogenannten Breakout-Rooms. Die große Zoom-Gemeinschaft wird gleichmäßig aufgeteilt in kleine Gruppen für einen begrenzten Zeitraum und anschließend finden sich alle im großen Raum wieder. In diesen kleinen Gemeinschaften von zwei, drei Menschen wollten wir beten für Anwesende und für Menschen, die hart von Corona betroffen sind. Das war eine kraftvolle Zeit.

Abschluss

Die Eierbecher wurden präsentiert. Sehr kreative Exemplare sind dabei herausgekommen. Danach durften wir noch singen und tanzen zu „Und ich flieg, flieg, flieg wie ein Adler“, das per youtube eingespielt wurde und die Kinder in dem Video die Bewegungen vormachten. Ich freue mich schon, wenn ich wieder tanzen kann. Dann geht‘ s ab!

Von Karfreitag um 8:00 bis Ostersonntag um 9:00 gibt es wieder ein Gebetswochenende. Ich wäre gerne dabei, weil ich das als sehr intensive Zeit mit Gott erlebt habe und sicher bin, dass Segen fließt in die Gemeinden, in die Stadt, in unser Land und darüber hinaus und natürlich in unser persönliches Leben und Umfeld. Vielleicht klappt es ja doch an Unterarmgehstützen. Gepriesen sei unser Vater!!

Lasst uns spüren, was Ostern in seiner ganzen Tiefe für uns bedeutet, für dich und mich. Atme und lass dich fallen in dieses Erleben, das nachhaltig wirkt bis in diesen Augenblick. Gesegnet seist du! Gott möchte dir in die Augen schauen und du wirst dich darin erkennen und geliebt fühlen!

Bewusstsein für deine und meine Identität

Bewusstsein für deine und meine Identität

Am 24.01.21 erlebten wir den zweiten Zoom-Gottesdienst dieses Jahres. Die Lobpreiszeit wurde live von Juri gestaltet und war zu sehen per Youtube. Parallel waren wir alle per Zoom verbunden.

Juri führte uns in eine kurze Zeit der Stille, damit wir uns der Gegenwart Gottes bewusst werden und vor Ihn kommen konnten. Ruhig werden und anbeten. „Voll‘ Ehrfucht stehn wir hier und beten an.“ war eine Liedzeile, die mir aus dem Herzen sprach.

Gemeinde kreativ – Neues ausprobieren

Kay hatte richtig Freude, Dinge mit uns, seiner Gemeinde, ausprobieren. Die Kinder wurden dieses Mal besonders bedacht. Per Youtube wurde ein Video eingespielt, in der das erste Kapitel aus dem Buch „Nicht wie bei Räubers“ vorgelesen wurde. Auch ich hörte gerne zu, weil ich dieses Buch liebe. In einer sehr liebevollen Sprache wird von einem Jungen erzählt, der aus einer Räuberfamilie adoptiert wird vom König. Er wächst heraus aus einer desolaten Familie, in der Gewalt und Mangel an der Tagesordnung ist, hin zu der Fülle und der Würde eines Königskindes.

Ich zitiere: „Der helle Mann blickte überhaupt nicht zornig.“ ‚Das kennt der Junge nicht. Es gibt kein Gerangel bei Tisch. Trotzdem bleibt er erst einmal versteckt hinter einem Stuhl und als alle anderen gegessen haben, schlingt er die Reste hinunter. Später bietet ihm der helle Mann ein Bad an. Der Kleine möchte auch gerne, aber dafür müsste er sich ja ausziehen: „Doch seine Kleider hergeben? Er hatte sich doch so daran gewöhnt. Nur nichts hergeben, das hatte er bei Räubers so gelernt.“ Das Jucken der Flöhe erinnert ihn dann aber, wie lange er schon nicht mehr baden konnte und so zieht er seine zerrissenen und stinkenden Sachen aus. Der helle Mann tut sie ins Feuer und dann wäscht er den Jungen sanft. Unter den ganzen Verkrustungen kommen viele Wunden zum Vorschein. Mit Tränen in den Augen trocknet der Mann ihn behutsam ab und anschließend werden die wunden Stellen gesalbt. Helle, reine Kleider liegen schon bereit. Der Junge erkennt sich im Spiegel nicht wieder. Auf den Armen des Mannes wird ihm ganz warm uns Herz. „Das sind starke Arme, die ihm nicht weh tun.“ Mit geschlossenen Augen spürt er den Blick des Mannes bis in die Tiefe. Hier will er bleiben, auf seinem Schoß. Die anderen Kinder kommen herein mit Kronen auf ihren Köpfen. Der Mann setzt dem Jungen nun auch eine Krone auf. Da ist das Räuberkind sich ganz sicher: Der Mann ist der König.‘ Die Kinder an den Bildschirmen kneteten im Anschluss an das Video zu Hause eine Krone .

Kindschaft

Dem Predigtteil lag ein Bibelwort aus Römer 8 zugrunde:

Alle, die sich von Gottes Geist regieren lassen, sind seine Kinder. Denn der Geist Gottes, den ihr empfangen habt, führt euch nicht in eine neue Sklaverei, in der ihr wieder Angst haben müsstet. Er hat euch vielmehr zu Gottes Söhnen und Töchtern gemacht. Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: „Abba, lieber Vater!“

Römer 8, 14 und 15 (NLB)

Kay sagte, dass „kindlich“ im griechischen Urtext „adoptiert in eine neue Familie“ bedeute. Daraus ergeben sich die gleichen Rechte wie bei einem leiblichen Kind, zum Beispiel das Anrecht auf ein Erbe oder Freiheit in seinen Entscheidungen. Nicht jemand anderer bestimmt, was ich tun soll, sondern ich darf mich entscheiden. Dabei frage ich mich, wie frei bin ich denn in meinen Entscheidungen? Das, was in mir lebt, entscheidet mit: Meine Glaubenssätze und Überzeugungen. Weiter in der Predigt hieß es, dass wir durch unsere Krönung (unsere Bekehrung) in die Familie Gottes aufgenommen wurden. „Ab diesem Zeitpunkt haben wir keinen „knechtischen Geist“ mehr und somit keine Abhängigkeiten, kein Sklaven-Dasein, keinen Zustand eines Menschen, der daran gehindert wird, sein Leben frei zu genießen und darüber zu verfügen. Ja, wir dürfen unser Leben frei genießen mit Jesus, der uns lehrt „Abba“ zu sagen. Erste Worte eines Kindes, eigentlich mehr Laute eines sehr kleinen Kindes, was symbolisiert, dass es keine Trennung zwischen Vater und Kind gibt. Gott, der Schöpfer des Universums erlaubt uns, ihn so zärtlich und kindlich anzusprechen.“

Wiedergeboren zum Königskind

Herzlichen Dank an jclk8888 auf Pixabay

Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, der in euch lebt und euch von Gott geschenkt wurde? Ihr gehört nicht euch selbst,

1. Korinther 6, 19 (NLB)

In Vers 20 heißt es weiter: „und Gott hat einen hohen Preis für euch bezahlt. Deshalb ehrt Gott mit eurem Leib.“Kay führte weiter aus, wenn unser Leib ein Tempel des Heiligen Geistes sei, den wir von Gott haben, dann müssten wir nicht mehr in einen Tempel gehen, um Gott zu finden, sondern er habe uns gefunden. Alles, was zum Reich Gottes gehöre, sei damit für uns verfügbar: Frieden, Freude etc. . „Er ist uns immer schon nah. Näher geht nicht. Der Himmel ist in dir.“ Ich würde sagen, das ist mal ein Geschenk! „Wir kämpfen um seine Nähe, dabei ist sie schon da. Unser Auftrag ist, diese Nähe zu genießen. Was soll noch kommen? Das sagt der Verfasser des Briefes.“

In meine Aufzeichnungen habe ich an dieser Stelle groß ‚Bewusstsein‘ geschrieben, verziert mit einer Krone und einer aufgehenden Sonne. Wenn ich Gott erlaube, in jedem Teil von mir zu sein, kann auch nur Gott „herauskommen“. Ich treffe die Entscheidung und fühle mich im Alltag in diese neue Identität hinein. Das ist kein Automatismus. Leider nicht. Das wäre dann wohl schon das Paradies. Also, ich will denken, fühlen und von mir geben, was Gott sich von mir vorstellt. Das ist Erneuerung von innen heraus.

Ganz praktisch:

„Genieße es beim Spülen, Spazierengehen, in ganz alltäglichen Dingen, dass du schon Tempel bist, untrennbar unterwegs mit Ihm. Lerne, das zu genießen.“ Und ich ergänze: Spüre da hinein, wie fühlt es sich an, Tempel für diese Größe und Schönheit zu sein, aus diesem Bewusstsein zu leben? Welche Gefühle löst das in mir und dir aus? Im Gottesdienst ging es weiter:

  • Stell dir vor, wie Gott dich durchdringt.
  • Stell dir die Liebe vor
  • Schreib dir Bibelstellen, die das unterstreichen irgendwo hin
  • Ich bin ein Sohn/eine Tochter

„Wir nehmen uns jetzt zwei Minuten Zeit, um uns bewusst zu machen, dass Gott mir nah ist.“ In diesen zwei Minuten spürte ich Schauer und das Gefühl, ich kann nicht anders als Ihn anbeten. Eine Liedzeile kam mir in den Sinn und hat mich bis jetzt nicht verlassen: ‚…ich bete dich an, ja, ich bete dich an, Je-esus.‘ Ich spürte Fülle.‘

Zu einem weiteren Video durften die Kinder und wir tanzen; zu einem Lied, das ich noch nicht kannte: „Und ich flieg, flieg wie ein Adler.“ Nach dieser bewegungsfreudigen Einlage hielten die Kinder nacheinander ihre Kronen in die Kameras. Sie hatten Spaß dabei. Die Kronen waren individuell und einzigartig wie die Kinder.

Zum Schluss nahm Sandra vom Segnungsteam uns mit in die letzte Szene der Kindergeschichte vom Anfang des Gottesdienstes: „Spring in diese Szene gedanklich und setz dich bei Gott auf den Schoß. Stell dir vor, du bist der Räuberjunge – vor Gott sind wir immer Sohn oder Tochter. Gott sehnt sich danach, dass wir zu ihm kommen. Er hat eine Krone in der Hand und sagt „Das ist deine. Du bist mein Kind.“ Dann setzt er dir deine Krone auf. Ich ermutige dich, das immer wieder zu tun, weil der Platz für dich immer frei ist. Egal, ob du etwas Schönes zu erzählen hast oder etwas Trauriges, er nimmt dich in seine Arme.“ Ich muss sagen, das Gefühl meiner Krone auf meinem Kopf war Würde pur.

Er in mir und ich in ihm. Das Königskind will sich zeigen und das Göttliche in uns will leben.

Ein neues Jahr

Ein neues Jahr

Immer noch Corona

Unsere Gottesdienste starteten am 10. Januar 2021. Durch die Coronapandemie und den anhaltenden Lockdown sind auch Hybridgottesdienste nicht mehr möglich. Unsere Gemeindeleitung entschied sich, einen Gottesdienst per Zoom anzubieten. Jeder saß zuhause vor seinem PC-Bildschirm. Die Musik war nicht live, sondern von Youtube und die Moderation hat Kay übernommen ebenso wie das Predigen.

Sich einlassen auf Neues

Ich war am Sonntag nicht zu Hause, sondern bei Birgit. Wir hatten eine gute Zeit beim Frühstück und Input durch ICF Zürich. Körperlich gestärkt begrüßten wir alle, die per Zoom eingeschaltet waren, wobei nicht alle auf einen Blick zu sehen sind. Durch die Alltagsumgebung lasse ich mich schneller ablenken und die Begegnung untereinander ist halt virtuell. Das ist einfach nicht dasselbe wie vor Ort sein. Nun ist es aber wie es ist und Zoom ist besser als gar kein Kontakt. Es hat sich für mich in diesen letzten Monaten herausgeschält, wie wertvoll eine persönliche Begegnung für mich ist. In Gesprächen mit anderen, auch jungen Menschen, wurde mir klar, alle oder sehr viele empfinden das genauso. Auf Youbube fand ich einen Kommentar unter einem Song: „Dieses (2020) war mein einsamstes Jahr.“ Das hat mich richtig betroffen hinterlassen und ich hatte das Bedürfnis für diese mir fremde Person zu beten. Ich heiße zwar nicht „Olav“ (aus dem Film „Die Eiskönigin“), aber ich liebe auch Umarmungen oder zumindest ein reales und echtes in-die-Augen-sehen-beim-Sprechen und deshalb haben wir ausprobiert wie Zoom-Gottesdienst zu dritt ist.

Positiv war definitiv wenigstens zwei Menschen aus der Gemeinde live zu sehen und sich gemeinsam vor dem Bildschirm zu fokussieren auf das Geschehen am Bildschirm. Zum Lobpreis miteinander aufstehen und mitsingen (coronaconform, alle in eine Richtung) war auch eine gute Atmosphäre. Lobpreis potenziert sich nach meiner Erfahrung, wenn mehrere Menschen zusammen sind. Egal wie. Bei Gebet und Moderation und Predigt fiel es mir schwer, mich darauf einzulassen. Zudem vergaß ich, mir Notizen zu machen. Das fiel mir erst zum Ende wieder ein. Schnell holte ich noch mein Notizbuch aus dem Rucksack und die Inhalte kann ich auch im nächsten Abschnitt wiedergeben. Die anderen Inhalte, muss ich gestehen, sind fast nicht mehr präsent. Also, ein Eintauchen in das Wort Gottes fiel mir an diesem Sonntag sehr schwer.

Inhalte

Ein Thema dieses Gottesdienstes war, sich darauf einzulassen, dass es zur Zeit nicht möglich ist, Gottesdienste in einer Kirche mit gewohntem Ablauf (Liturgie) zu feiern, sondern etwas anderes zu suchen und zu finden. Sich nicht zu verschanzen hinter einer Kirchentür, sondern mitten unter den Menschen zu sein, ist da sicher ein Gedanke Gottes. Ungewohnt, aber lebendig. So wie Gott ist: kreativ, hingebungsvoll, mitten unter uns, zärtlich, liebend. Da gilt für uns sich zeigen, sichtbar sein. Herausforderung annehmen.

Dahlien waren die Lieblingsblumen meines Vaters. Die Erinnerung erfüllt mich mit Liebe. Ich danke Nicky Pe auf Pixabay.

‚Ja, die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig darauf, dass die Kinder Gottes in ihrer ganzen Herrlichkeit sichtbar werden.‘

Römer 8, 19 (NGÜ)

Kay sagte, wie wichtig es in unserer Zeit sei, als Kinder Gottes da hineinzutreten, wozu uns Gott berufen habe. Den Fragen und Unsicherheiten unserer Zeit sollen wir begegnen mit Antworten, die wir von Gott bekommen haben oder bekommen. Das wirft bei mir die Frage auf „Was heißt denn die Herrlichkeit Gottes?“ In mir ist die Antwort: Friede, Freude, Sanftmut, Wohlgefallen. Es soll sichtbar werden, dass Gott Wohlgefallen an uns hat. Wir dürfen Friedensstifter sein ebenso wie Freudebringer und mit Sanftmut auf den anderen reagieren. Was ist eigentlich sanftmütig? Ich denke, darunter fällt einfühlend und mild und barmherzig auf jemanden reagieren. Das löst wieder eine Frage aus: Wie schaffe ich das? Indem ich mir vornehme, es zu tun und jeden Tag auch eine konkrete Handlung zeige. Schritt für Schritt dort hineinwachsen. Barmherzig ist, wenn ich mein Herz fremder Not öffne und mich ihrer annehme. Nun heißt das Gebot Gottes „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Darf ich barmherzig mir selbst gegenüber sein? „Ja, darfst du. Du darfst deine Not umarmen, sonst wirst du hart und selbstgerecht. Komm‘ mit beidem zu mir, mit deiner und fremder Not. Ich kümmere mich darum.“ Wow. So sind wir bestens versorgt.

Diese Worte sollen für uns Wirklichkeit werden in diesem Jahr 2021:

Ich bin vollkommen versorgt mit der über mir ausgegossenen Liebe Gottes.“

Kay Dreckschmidt

Und Gott antwortet, so Kay weiter: Ich stelle mich zu euch, damit ihr mit meiner Kraft Schritte geht.

Meine Mission

Meine ganz persönliche Mission oder challenge auf Neudeutsch für dieses Jahr deckt sich mit Kays Wunsch für uns: Ich will lernen, zu lieben. Lieben ohne Forderungen zu stellen, vergeben und versöhnen so oft wie es nötig ist; mir Gedanken machen, wie ich dem anderen Gutes tun kann, auch wenn der zum Beispiel so gar keine Anstalten macht, mir auch gut zu tun. Gott hat mir das aufs Herz gelegt und da das übernatürlich ist, aber sein Wille, ist die Frage: Wie schaffe ich das? Wir leben in einer gefallenen Welt, die aber für Vollkommenheit geschaffen war und Gott will seine Ordnung auch wieder herstellen, aber bis dahin? Was ist mit meinen Bedürfnissen? Indem ich tief im Herzen weiß, dass ich vollkommen versorgt bin. Dann brauche ich nichts vom anderen. Puh. Abba, lieber Vater, aus mir schaffe ich das nicht. Hilf mir!

Ich stelle mir jetzt vor, wie sich ein Mensch fühlt, der das weiß und erlebt und bringe so die Wahrheit ins Leben.

Gottes Wahrheit über dich

Ganz zum Schluss hatte Birgit vom Segnungsteam eine Salbung vorbereitet. Das ist ja ein nicht mehr so gebräuchliches Wort und sie erklärte, was damit praktisch gemeint ist. Jeder nimmt einen Tropfen Öl, zeichnet damit ein Kreuz auf die Stirn seines Gegenübers oder bei sich selbst (wenn man allein ist) und spricht ihm/sich göttliche Wahrheiten zu, die ihm aufs Herz gelegt werden. Das ist ein kraftvoller Akt und sehr persönlich. Das hat mir gut gefallen und ich finde, das sollte mehr Raum bekommen im Alltag. Wen kann ich heute segnen und ermutigen?

Kraftvoll säen wir guten Samen im Neuen Jahr und ich wünsche mir mit Ilona Dörr-Wälde, die in ihrem Gutshof-Magazin sagt:‘ Ich wünsche mir, dass wir genauso oft, wie wir über unsere Befürchtungen reden, auch über unsere Möglichkeiten und Ziele sprechen.‘ Jesus ist ein Gott der Möglichkeiten!

Dritter Advent

Dritter Advent

Wir erleben heute morgen eine intensive Zeit auf Becks Hof. Der einzige Gottesdienst im Dezember und der letzte für dieses Jahr. Die Jugendband aus der FeG Nord und Stadtlicht gestaltet eine wunderbare musikalische Reise in die Anbetung Gottes. Kay moderiert und predigt. Es gibt einen Jahresrückblick und Gebet. Hygieneregeln werden von Andreas noch einmal kundgetan: Maske auflassen bis man wieder im Auto sitzt.

Lobpreis

Chris verspricht als Leiter der Lobpreis-Band, dass sie für Gott richtig guten Lobpreis machen wollen. Bei dem Lied „Freude, die von innen kommt“ geht es richtig ab. Der Rhythmus und der knackige Text reißen nicht nur mich mit. Viele beginnen zu klatschen und meine Füße tanzen. Eigentlich würde ich gerne aufspringen und richtig tanzen, aber ich traue mich noch nicht. Ich wünsche mir sehr, dass das mal gehen wird. Hinter meinem Mundschutz ist ein breites Grinsen, so viel Freude empfinde ich. „Etwas in mir weiß, dass es dich gibt.“ singen wir begeistert mit. Dafür gibt es anschließend einen Applaus an die Band. Die frei improvisierte Zeit hat „Jesus errettet“ und seine Gnade im Mittelpunkt. Da kann jeder noch einmal mehr für sich ganz persönlich hineinspüren. Bei „Majestät“ und „wir verehren dich, denn niemand kommt dir gleich“ spüre ich SEINE Größe und das tut mir gut.

Gott spricht

„Gott, zeig‘ uns die Bereiche, in denen du nicht König bist. Geh durch die Reihen.“ Dann hat Kay das Bild, wie Gott durch unsere Reihen und die Wohnungen derer geht, die per Stream zugeschaltet sind. „Schau auf IHN. Wenn Gott dein Herz berührt, dann lass es einfach zu.“ -Stille.- „Danke, dass du alles im Griff hast. Dass es nicht darum geht, was wir wollen. Wir geben dir die Kontrolle. Führ uns dahin, wo wir etwas begreifen sollen.“

Zu Beginn der Predigt nimmt Kay Bezug auf die vorherige Predigt, in der er das Bild vom Schwein und vom Adler verwendete. „Wenn der Adler sich doch wieder im Dreck suhlt, hat das nicht seine Identität geändert.“ „Wir sind Heilige. Wenn wir trotzdem sündigen, haben wir vergessen, wer wir sind. Wenn wir doch transformiert sind, warum verhalten wir uns nicht gemäß der neuen Schöpfung?“

Warum nicht?

Kay erzählt eine Geschichte: Ein Kind wächst bei Räubern auf. Es gibt viele Machtkämpfe. Die Kinder schlagen sich auch ums Essen. Der Stärkere gewinnt. Bei Verstößen oder wenn der Papa schlechte Laune hat, wird es in eine Höhle gesperrt. Eines Tages kommt jemand und will dieses Kind auslösen. Der Mann bezahlt einen hohen Preis. Das alles erlebt das Kind mehr wie in Trance. Als es aufwacht, liegt es in einem großen Bett und ist liebevoll zugedeckt. Der Vater – der Mann, der das Kind ausgelöst hat – kommt in sein Zimmer. Das Kind erschrickt. Er trägt eine Krone und lädt das Kind liebevoll ein, an den Esstisch zu kommen. Die anderen Kinder dort haben auch alle eine Krone. Das „Räuberkind“ versteckt sich hinter einem Stuhl. Während die anderen essen, beobachtet es, dass es keinen Kampf gibt. Es ist genug zu essen auf dem Tisch. Als die Mahlzeit beendet ist, traut sich das Kind hervor und schlingt die Reste hinunter. Im Lauf der Zeit lernt es, dass es von einem König adoptiert wurde. Es muss begreifen, dass der König es einfach angenommen hat. Es musste und konnte nichts dafür tun. Im Moment der Adoption ist klar, ihm ist alles geschenkt.

Nun beginnt das Kind sich mehr und mehr so zu verhalten wie ein Königskind. Es muss Verantwortung übernehmen für das Geschenkte und lernen, was seine neue Identität ist. In dem Moment, in dem wir Jesus annehmen, bekommen wir eine neue Identität. Während ich das schreibe, kommen mir die Tränen, weil das auf mich ja auch zutrifft. Ich bin Gott so dankbar, dass ich Gottesdienst im Schreiben immer noch einmal intensiv erlebe und das, was er mir sagen will, mir zuspricht in dieser Zeit. All‘ das, was ich gestern nicht wahrnehmen konnte, weil ich mir Notizen während des Gottesdienstes mache, damit viele andere auch etwas von diesen „Kostbarkeiten“ Gottes haben können, lässt er mich in der schreibenden Zeit fühlen. Hallelujah!!

Weiter im Gottesdienst: Das Kind hat also eine neue Identität, ist aber auch geprägt von seiner Geschichte. Es hat in seiner Ursprungsfamilie einen Umgang mit Konflikten gelernt und bestimmte Bewertungen über das Leben. Wenn die nicht hilfreich sind für ein Königskind müssen die erneuert werden. Das ist ein Prozess.

Deshalb verhaltet euch nicht wie ängstliche Sklaven. Wir sind doch Kinder Gottes geworden und dürfen ihn „Abba, Vater“ rufen.

Römer 8, 15

„Eines Tages hat sich dir Gott vorgestellt. Du vergleichst ihn mit Vater und Mutter. Vielleicht dauert das an und vielleicht hast du ein Bild von Gott, das nicht liebevoll ist, möglicherweise brutal. Wir lernen unsere inneren Stimmen mit dem Heiligen Geist zu überprüfen. Er spricht leise:‘ Hej, ich bin dein liebender Vater.‘ Er ersetzt unsere Gedanken durch sein königliches Mindset.“ Mangel- und Angstgedanken sind Lügen. „Satan hat keine Autorität mehr. Die Autorität ist heute „Abba“. Ich darf heute hören, was mein „Papa“ denkt. Er macht mich frei davon, Menschen gefallen zu müssen. Wir sind auf dem Weg, zu lernen, was uns geschenkt ist, wer unser Papa ist und wer wir sind.“

Deshalb orientiert euch nicht am Verhalten und an den Gewohnheiten dieser Welt, sondern lasst euch von Gott durch Veränderung eurer Denkweise in neue Mensch verwandeln….

Römer 12, 2 (NLB)

„Wir sind geprägt von Maßstäben dieser Welt. Je mehr ich lerne, wer ich bin, desto mehr lache ich darüber. Und wenn ich wieder dieser Welt glaube, habe ich wieder Angst. Du musst das und das leisten, damit du geliebt bist. Die Welt ist so verdreht von Maßstäben. Was finden Menschen cool? Welche Bedürfnisse stecken dahinter? Wir suchen Menschen, die uns begeistern. Dahinter steckt der Schrei aus dem Bedürfnis zu Größerem berufen zu sein. Darum suchen Menschen nach Helden.“

Das Bedürfnis zu Größerem berufen zu sein, ist ja nicht falsch. Es ist nur pervertiert durch Satan. „Vater, du bist der Held, nach dem die Welt sucht.“

Wie findet die Erneuerung statt?

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  • Wenn du die Bibel liest. Wie ist Gottes Herz, das dahinter steht?
  • Dem Heiligen Geist gestatten, deine Gedanken zu identifizieren
  • Regelmäßige Dates mit Gott zuhause: Papa, was denkst du über mich? Hier darfst du du sein, niemand anderer.
  • Durch Zweierschaften, Kleingruppen, Gottesdienste
  • Lade Leute ein, zu erkennen, was Gottes Herz ist.

Wir haben nun Zeit, zu hören in der Stille, dass wir genug sind so wie wir sind und ein, zwei Gedanken Gottes für uns persönlich wahrzunehmen.

Zum Schluss

Sandra berichtet von einer Freundin, mit der sie vor Jahren gebetet hat und die heute erlebt, wie sich die göttlichen Zusagen erfüllen. Der Partner hat zu Jesus gefunden und betet in Autorität. Dies kann die Frau immer wieder spüren. Das hat mich persönlich sehr ermutigt, an dem dran zu bleiben, wofür ich schon Jahre bete.

Kay ermutigt uns, Gott zu fragen, ob er uns etwas aufs Herz legt, ob wir für Menschen oder Sachen beten sollen. „Kein Gebet wird überhört!“

Ich sehe ein Bild für die Gemeinde und berichte davon. Dann ist noch Zeit für persönliche Segnungs- und Heilungsgebete.

Die Essenz unseres Handelns

„Menschen sollen und dürfen in unserer Gemeinde Gottes Herz für sich und andere entdecken. Wir wollen eine himmlische Kultur erfahren, die nicht von dieser Welt ist und die uns transformiert.“

Mit diesen Worten verabschiede ich mich für heute und wünsche eine gesegnete Weihnachtszeit und einen gesunden Rutsch in das Jahr 2021!